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26.03.2007

Böse Schelte für Heuschreckenmanagement!

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 

Haben Sie den Brief auch gelesen? Soll von einem 48-jährigen Techniker an den momentan wirkenden Vorstand der Telekom samt Gefolge in der gleichen Etage gerichtet sein. Allein in diesem Brief stecken mehr Intelligenz und Wirtschaftssachverstand als in den letzten 30 Jahren Regierungs- und Vorstandsarbeit bei Post und Telekom! Meiner Meinung nach zumindest, denn so ein Unternehmertyp Marke Kleinfeld, Obermann und wie sie alle heißen bin ich ja nun auch nicht gerade.

Aber genauso, wie der Insider von der Verrohung der Wirtschaft im Allgemeinen und der Personalpolitik im Besonderen spricht, vom Anspruch, als Konzernführer den Angestellten in die Tasche greifen zu können, um sie sich selbst und anderen zu stopfen, genauso ist inzwischen die Denke bei vielen Großbetrieben in unserer Wirtschaftsrepublik. Familienunternehmen und Staatsbetriebe, die von sich aus schon eine hohe soziale Verantwortung für ihre Angestellten und Arbeiter pflegen, werden ausgestorben statt geholfen - um im Branchenjargon zu bleiben.

Unterstützt von merkwürdigen Beratern und sonderbaren volks- und betriebswirtschaftlichen Lehren, wie dem unendlichen Wachstum und der unendlichen Ausbeutung des Humankapitals, geht der Niedergang des Binnenmarkts mit Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und der genialen Rechtfertigung für diese Taten, der Globalisierung, fröhlich weiter. Getragen vom Optimismus, der einen überkommt, wenn man in die Gesichter unserer Regierung blickt, die angetreten ist, Schaden vom Volk abzuwenden. Vielleicht geht dieser Brief an den Telekom-Vorstand einmal in die Geschichte ein, wie es einst den Montagsdemonstranten gelang. Vielleicht wird schon morgen ein "Wir sind die Wirtschaft!" durch die Straßen hallen. Eher nicht, oder?

Mein Fazit: Die Privatisierung oder besser Kapitalisierung ist möglicherweise nicht an allem schuld, die Entsozialisierung der Arbeitswelt schon.

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ComputerPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.