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25.04.2007

Bosch rechnet 07 mit schwächerem Wachstum und hohem Preisdruck

STUTTGART (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer und Elektronikkonzern Bosch rechnet im laufenden Jahr wegen des starken Euro mit abgeschwächtem Wachstum und einem anhaltend hohen Preisdruck im Automobilgeschäft. "Wegen der starken Euro-Aufwertung erwarten wir 2007 für die Bosch-Gruppe ein geringeres Umsatzplus als im Vorjahr", kündigte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz an. Währungsbereinigt dürfte das Wachstum voraussichtlich bei gut 5% liegen.

Dabei strebt Fehrenbach eine Umsatzrendite von 7% vor Steuern an. "Dieses Ergebnis müssen wir uns allerdings hart erarbeiten", sagte der Manager. Er begründete dies mit den schwierigen Bedingungen im Automobilgeschäft. Die ersten drei Monate des laufenden Jahres seien "verhalten angelaufen". Neben den Schwächen auf den Automobilmärkten in Nordamerika und Europa seien dafür vor allem Wechselkurseffekte ursächlich.

Bis zum Jahresende erwartet Bosch jedoch ausgleichende Impulse von der weltweiten konjunkturellen Entwicklung. Voraussichtlich werde sie auch auf die Automobilindustrie ausstrahlen. Laut Geschäftsbericht, den der Konzern ebenfalls am Mittwoch vorlegte, rechnet der Stuttgarter Konzern 2007 mit einem Anstieg der weltweiten Automobilproduktion von rund 3%.

Die stärksten Impulse erwartet Bosch allerdings aus den Schwellenländern. Unter dem Druck der asiatischen Hersteller zeichneten sich für die großen US-Automobilhersteller weitere Produktionskürzungen und Kapazitätsanpassungen ab. Die europäische Kfz-Produktion könnte dagegen um 2% bis 3% zulegen.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die schwierigen Rahmenbedigungen in der Sparte Kfz-Technik den Gewinn des gesamten Bosch-Konzerns gedrückt. Die beiden anderen Sparten "Gebrauchsgüter und Gebäudetechik" sowie "Industrietechnik" steigerten dagegen ihre Erträge. Ingesamt ging das Vorsteuerergebnis der Robert Bosch GmbH 2006 auf 3,1 (2005: 3,2) Mrd EUR zurück. Bei einem Umsatzplus von 5,4% auf 43,7 Mrd EUR wies das Stiftungsunternehmen eine Umsatzrendite von 7,1% aus und erreichte knapp den langfristigen Zielkorridor von 7% bis 8%.

Bosch schnitt damit besser ab als noch zu Jahresbeginn erwartet. Bei Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen war Fehrenbach davon ausgegangen, dass die Zielmarge verfehlt worden sei. Im Jahr 2005 hatte Bosch nicht zuletzt aufgrund eines stark gestiegenen Finanzergebnisses erstmals nach Jahren eine Umsatzrendite von 7,7% vor Steuern ausgewiesen.

Im vergangenen Jahr lag das Finanzergebnis von Bosch mit 660 Mio EUR wieder annährend auf dem "hohen Vorjahresniveau". Das Nachsteuerergebnis ging bei einer Steuerquote von 30% (2005: 26%) auf 2,17 Mrd von 2,45 Mrd EUR zurück.

Webseite: http://www.bosch.de/

DJG/mtk/rio

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