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28.09.2009

Bosch verzichtet bei aleo-Übernahme auf Mindestannahmequote

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Technologiekonzern und Autozulieferer Bosch verzichtet bei der Übernahme des Solarmodulherstellers aleo solar auf die Mindestannahmequote. Bisher hatten die Stuttgarter den Kauf an die Bedingung geknüpft, bis zum Ende des öffentlichen Übernahmeangebots am Berichtstag, mindestens 75% der aleo-Anteile angedient zu bekommen. Durch die nun erfolgte Änderung der Angebotsbedingungen vor dem Ende der bisherigen Annahmefrist, verlängere sich diese um zwei Wochen bis zum 12. Oktober, teilte der Stiftungskonzern am Montag mit.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Technologiekonzern und Autozulieferer Bosch verzichtet bei der Übernahme des Solarmodulherstellers aleo solar auf die Mindestannahmequote. Bisher hatten die Stuttgarter den Kauf an die Bedingung geknüpft, bis zum Ende des öffentlichen Übernahmeangebots am Berichtstag, mindestens 75% der aleo-Anteile angedient zu bekommen. Durch die nun erfolgte Änderung der Angebotsbedingungen vor dem Ende der bisherigen Annahmefrist, verlängere sich diese um zwei Wochen bis zum 12. Oktober, teilte der Stiftungskonzern am Montag mit.

Aktuell hält Bosch 63,58% der aleo-solar-Aktien. "Dass wir nun die Mehrheit bei aleo solar haben, ist ein wichtiger Schritt", sagte ein Bosch-Sprecher auf Anfrage. "Nun müssen wir schauen, wie sich die Dinge entwickeln". Bosch bieten den aleo-Aktionären 9 EUR je Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von rund 43% auf den gewichteten Durchschnittskurs des Anteils der drei Monate vor Bekanntgabe des Übernahmeangebots. Kurz nach der Handelseröffnug am Montag notiert das Papier bei 9,03 EUR (-0,1%).

Anfang August hatte die Robert Bosch GmbH, die aufgrund der Krise in der Autoindustrie stärker in andere Bereiche expandieren will, die geplante Übernahme der aleo solar AG angekündigt. Mit den Kernaktionären des im brandenburgischen Prenzlau ansässigen Unternehmens schloss Bosch seinerzeit bereits Verträge über den Erwerb von 39,43% an dem Kapital des Solarmodulherstellers ab.

Mit dem Kauf von aleo solar will Bosch nach der Übernahme des Solarzellenherstellers ersol (inzwischen: Bosch Solar Energy AG) im Vorjahr eine Lücke in der Wertschöpfungskette schließen. Ersol ist ein Zulieferer von aleo solar, die ihre Solarmodule auf Basis zugekaufter Solarzellen fertigt.

Die Robert Bosch GmbH generiert aktuell rund drei Fünftel der Einnahmen im Geschäft mit der als sehr zyklisch geltenden Autoindustrie. Entsprechend hart wurden die Stuttgarter von der Absatzkrise auf den globalen Fahrzeugmärkten getroffen. Für 2009 rechnet der weltgrößte Autozulieferer sogar mit dem ersten Verlust seit dem zweiten Weltkrieg.

Um der Krise zu begegnen, legte Bosch nicht nur frühzeitig ein striktes Sparprogramm auf, sondern stellte das Geschäft zusätzlich breiter auf, um die Umsatzstruktur auszubalancieren. Das selbst formulierte Ziel ist es, künftig etwa die Hälfte der Einnahmen mit Kunden außerhalb der krisengebeutelten Autoindustrie zu generieren. Bei der Diversifizierung setzt Bosch vor allem auf die Bereiche Umwelttechnologie und Energieeffizienz.

Webseiten: www.aleo-solar.de www.bosch.de -Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 114, unternehmen.de@dowjones.com DJG/ncs/cbr Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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