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02.08.2016 - 

SwiftKey-Panne

Das Wörterbuch der Anderen

Ohne ein digitales Wörterbuch sind Smartphone-Tastaturen heute kaum vorstellbar, zumeist lassen sich entsprechende Apps durch eigenes Wortgut erweitern. Dumm nur, wenn nicht das persönliche Wörterbuch, sondern das eines ganz anderen Nutzers zurate gezogen wird. So geschehen jüngst bei SwiftKey – behoben ist der Fehler noch nicht.
SwiftKey-Fehler: Wurden die Wörterbücher von Nutzern vertauscht?
SwiftKey-Fehler: Wurden die Wörterbücher von Nutzern vertauscht?

Software-Anbieter schwören ihre Nutzerschaft auf eine Zukunft in der Cloud ein, mehr und mehr Daten sollen nach den Vorstellungen der großen und kleinen Internetkonzerne nicht mehr länger auf lokalen Speichermedien, sondern auf ihren Online-Serverfarmen abgelegt werden. Das ist nicht jedem geheuer, und ein aktuelles Beispiel dürfte die Cloud-Skeptiker ein ums andere mal in ihrer Haltung bestärken: In der vergangenen Woche meldeten zahlreiche Nutzer der für Android und iOS erhältlichen Tastatur-App, dass nicht ihr eigenes Wörterbuch, sondern ein komplett fremdes für die Eingabe von Text über Wischgesten, Wortvorschläge oder die Fehlerkorrektur zurate gezogen wurde. So finden sich unter anderem auf Reddit entsprechende Berichte, nach denen selbst andere als die festgelegte Sprache berücksichtigt wurden.

Da SwiftKey nur nach der Registrierung eines kostenlosen Kontos nutzbar ist und das Wörterbuch automatisch in die Cloud des Anbieters geladen und damit abgeglichen wird, liegt der Verdacht nahe, dass das eigene Wörterbuch bei der Synchronisierung mit dem anderer Nutzer durcheinander kam. Heikel: Da SwiftKey auch die für Logins eingegebenen E-Mail-Adressen speichert, wurden diese ebenfalls in den Wortvorschlägen angezeigt. Inzwischen hat sich auch das im vergangenen Jahr von Microsoft aufgekaufte Unternehmen hinter SwiftKey zu Wort gemeldet und auf dem Firmenblog erklärt, dass nur einige wenige Nutzer der Tastatur betroffen waren.

Ausfindig gemacht wurde der Fehler offenbar noch nicht, bislang sah das Unternehmen keinen anderen Weg, als die Cloud-Synchronisierung vorübergehend ganz abzuschalten und die automatische Speicherung eingetippter E-Mail-Adressen zu unterbinden. Derzeit ist es außerdem nicht möglich, ein manuelles Backup des Wörterbuchs vorzunehmen. SwiftKey betont, dass man Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer sehr ernst nehme und über die weitere Entwicklung zum Thema informieren werde.

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