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07.01.2014 - 

Alix Leconte, Juniper Networks

"Der Wettbewerbsdruck wird weiter ansteigen"

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, Security und E-Commerce. Außerdem ist er im Event-Geschäft tätig.
Wir haben die wichtigsten Unternehmen im ITK-Markt nach ihren Aussichten für 2014 befragt. Hier antwortet Alix Leconte, Area Vice President DACH von Juniper Networks.

Herr Leconte, wie schätzen Sie die Aussichten der ITK-Branche für 2014 ein?

Alix Leconte: Die anhaltenden Spionagevorwürfe bedeuteten 2013 den größten Rückschritt. Die Auswirkungen könnten sich 2014 in der DACH-Region vor allem durch eine verstärkte Fokussierung auf Datenzentren, öffentliche Cloud-Umgebungen sowie Datensicherheit zeigen.

2013 war in der DACH-Region ein verhaltenes Jahr in puncto IT-Ausgaben und Investitionen in neue Infrastruktur. Während in anderen europäischen Ländern Themen wie öffentliche Cloud- und Open-Access-Strukturen sowie SDN viel diskutiert wurden, war das größte Anliegen in dieser Region der Vermögensschutz und die Sicherung von Kunden- und Unternehmensdaten. In der DACH-Region, vor allem in Deutschland, zeichnet sich ein wirtschaftlicher Aufwärtstrend ab. Allerdings bleiben Unternehmen weiterhin zurückhaltend.

Alix Leconte, Service Provider in ganz Europa werden im nächsten Jahr einen rapiden Anstieg des Datenverkehrs feststellen
Alix Leconte, Service Provider in ganz Europa werden im nächsten Jahr einen rapiden Anstieg des Datenverkehrs feststellen
Foto: Juniper Networks

Was kommt 2014 auf Ihr Unternehmen zu?

Leconte: Generell ist in der DACH-Region im kommenden Jahr eine Steigerung der Ausgaben für Next-Generation-Netzwerke zu erwarten. Darüber hinaus wird der Einsatz privater und öffentlicher Cloud-Umgebungen steigen. Für uns bietet dies großartige Möglichkeiten, da wir danach streben, unseren Kunden mit Hilfe unserer Routing-, Switching- und Sicherheitsprodukte die besten Netzwerke zur Verfügung zu stellen.

Was werden 2014 die Trends der TK-Branche sein?

Leconte: Service Provider in ganz Europa werden im nächsten Jahr einen rapiden Anstieg des Datenverkehrs feststellen. Dieser Anstieg wird dabei durch Over-the-Top-Inhalte und mobile Dienste gefördert, die einen hohen Datenverbrauch aufweisen. Da Service Provider ihre Akquisitionen und Fusionen (z.B. Vodafone/Kabel Deutschland, Telefónica O2/E-Plus) 2014 abschließen werden, wird der Wettbewerbsdruck weiter steigen. Viele dieser Service Provider stehen vor der Herausforderung, ihr Netzwerkinventar über die reine Verbindungsleistung hinaus zu monetarisieren. Netzwerkanalyse und Big Data werden ebenfalls wichtiger, da Service Provider immer auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen und Partnerschaften sind, mit Hilfe derer sie ihre Datenzentren und Kapazitäten besser auslasten und monetarisieren können. Zudem werden Geschäftsvereinbarungen, die Service Provider-Dienste dazu einsetzen, die Wertschöpfung ihrer Cloud-Angebote (z.B. Microsoft 365) sowie Content-Aggregatoren (z.B. Akamai) zu steigern, an Bedeutung gewinnen.

Im mobilen Bereich werden kreative Preisstrategien und Paketangebote sowie hohe standortunabhängige Bandbreite (z.B. LTE, Vectoring, WiFi oder in Kombination) die Nachfrage weiter steigen lassen. Ein gesonderter Fokus wird dabei auf Datenschutz und Sicherheit liegen. Breitbandinitiativen der deutschen Regierung wie zum Beispiel das Vectoring (als eine Brückentechnologie bis sich private Glasfaseranschlüsse durchgesetzt haben) werden weitere Investitionen in ländlichen Gebieten hervorrufen. Die Konsolidierung von Datenzentren mittels Virtualisierung wird zunehmen und andere Initiativen wie Heimvernetzung und Smart Grids werden weiter an Bedeutung gewinnen.

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