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09.06.2015 - 

Mike H. Cato, Channel-Chef bei Intel Deutschland

"Desktop-Bereich ist überproportional gewachsen"

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, Security und E-Commerce. Außerdem ist er im Event-Geschäft tätig.
Im Mai fand die Intel Channel Conference (ICC) statt - keine zentrale Veranstaltung, sondern eine Tour durch sechs Städte in Deutschland und Österreich. In München sprach ChannelPartner mit Mike H. Cato, dem Reseller Channel Manager Zentraleuropa bei Intel.

Herr Cato, Ihre Eröffnungsrede auf der ICC fiel diesmal ganz anders aus als im Vorjahr.

Mike H. Cato, Intel:2014 hatte ich nur eine einzige Folie gezeigt - mit unserem kompletten Portfolio, angefangen bei den "wearables" bis zu unserem Cloud-Angebot. Letztes Jahr wollt‘ ich den Channel anregen, sich mit neuen Themen und Endgeräten auseinander zu setzen. Die Keynote 2014 war ein Impulsreferat.

Dieses Jahr hab ich mich in meiner Eröffnungsrede auf das Kerngeschäft unserer Partner zurückbesonnen: das Assemblieren von Servern und Desktops.

Wie kam es zu diesem Sinneswandel?

Cato, Intel: 2014 erlebten wir ein sensationelles Jahr im Channel . In vergangenen Jahr haben wir in Deutschland 34 Prozent mehr Channel-Umsatz erzielt als 2013. Von diesem starken Wachstum war ich ehrlicher Weise sehr überrascht.

Eine detaillierte Analyse führte zu äußerst bemerkenswerten Resultaten: Der Desktop-Bereich ist genauso überproportional gewachsen wie das Server -Segment, aber auch das Geschäft mit "embedded" Systemen hat überdurchschnittlich zugelegt"

Wie erklären Sie sich das Herr Cato?

Cato:Das Desktop-Segment so gut performt, weil die Unterstützung des Betriebssystems Windows XP seitens Microsoft im April 2014 ausgelaufen ist. Das hat den Markt extrem befeuert - vor allem in der ersten Jahreshälfte 2014. In der zweiten Jahreshälfte 2014 ist diese "Sonderkonjunktur" abgekühlt. Zu diesem Zeitpunkt haben die meisten Anwender ihre Windows-PCs bereits erneuert.

Was wollen Sie dann 2015 erreichen?

Cato: Nun ja, es wird extrem schwierig, auch 2015 ein derartiges Wachstum hinzubekommen, wie 2014. Wir wären schon froh, wenn wir 2015 im Channel das hohe Niveau von 2014 halten könnten. Meiner Meinung nach gibt es dafür aber die besten Voraussetzungen. Unser Channel kann auch 2015 wachsen,

Womit?

Cato: Weltweit gibt es 600 Millionen Clients, die älter als vier Jahre sind. Diese Endgeräte gilt es möglichst bald zu ersetzen. Neue Entwicklungen werden die den Wunsch nach neuen Clients noch verstärken. Menüsteuerung via Maus oder die Bedienung per Touch-Display haben dies in den vergangenen Jahren glänzend unter Beweis gestellt. Nun kommt eben die Gestenerkennung neu hinzu.

Mike H. Cato, Reseller Channel Manager Zentraleuropa bei Intel: "Große Chancen für den Channel mit `no wires‘."
Mike H. Cato, Reseller Channel Manager Zentraleuropa bei Intel: "Große Chancen für den Channel mit `no wires‘."
Foto: Intel

Alles kabellos

Aber reicht das den Anwendern als Motivation, um sich neue Endgeräte anzuschaffen?

Cato: Der Verzicht auf Kabel wird den alles einem entscheidenden Kaufimpuls auslösen. Mit unserem " Pro WiDi "-Standard ermöglichen wir zum Beispiel die drahtlose Übertragung von Bildschirm-Inhalten. Das funktioniert vom Tablet zum fest installierten Monitor, aber auch von mehreren Notebooks auf einen gemeinsam genutzten Beamer. So können beispielsweise mehrere Teilnehmer eines Meetings ihre Bildschirm-Inhalte nacheinander "an die Wand werfen" - alles ohne Kabel.

Der schnelle funkgestützte Transfer von Daten ist heute schon eine Selbstverständlichkeit. Mit dem neuen WLAN-Standard IEEE 8021ad ( WiGig ) sind mittlerweile drahtlose Datenübertragungsraten im GBit/sec-Bereich möglich. Zwar beträgt die Reichweite in dem dafür vorgesehenen 60-GHz-Frequenzbereich nur wenige Meter, aber das reicht am herkömmlichen Büroarbeitsplatz locker aus.

Hiermit ist auch das drahtlose Docking möglich. Man legt einfach sein Tablet-PC in die dafür vorgesehene Box, und schon kann man sofort mit der eigenen Bluetooth-Tastatur und Maus loslegen. Man bekommt Zugriff auf das Festnetz-Ethernet und alle gewünschten Inhalte erscheinen auf dem fest installierten Bildschirm am Schreibtisch .

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