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05.10.2006

Digitaler Nachfolger für Leica M7

Mit der "M8" bringt Leica ein neues Modell der legendären M-Serie auf den Markt. Um die bestehenden Objektive uneingeschränkt weiter nutzen zu können, hat der Hersteller den Sensor an das vorhandene Optiksortiment angepasst.

Von Dr. Thomas Hafen

Leica stellte auf der Photokina die digitale Sucherkamera "M8" vor. Das über 4.000 Euro teure Modell ist die konsequente Weiterentwicklung der legendären Reportagekameras "M6" und "M7". Anders als alle Mitbewerber hat Leica nicht die Objektive an den Sensor, sondern diesen an das vorhandene Objektivsortiment angepasst. Extrem dünnes Filterglas und eine spezielle Anordnung der Mikrolinsen sollen dafür sorgen, dass auch schräg einfallendes Licht korrekt aufgefangen wird. Der Hersteller verzichtet außerdem auf einen Tiefpass-Filter, um die maximale Bildschärfe zu erhalten. Treten aufgrund des fehlenden Filters Moiré-Effekte auf, werden sie vom Bildprozessor herausgerechnet.

Der CCD-Bildsensor bietet eine Auflösung von 10,3 Megapixeln (3.916 x 2.634 Pixel). Die Standardempfindlichkeit ist mit 160 ISO allerdings recht hoch. Sie kann manuell bis 2.500 ISO gesteigert werden, der Empfindlichkeitsspielraum ist also deutlich kleiner als bei digitalen Spiegelreflexkameras, die meist den Bereich von 50 bis 3.200 ISO anbieten.

Die Aufnahmefläche des Sensors beträgt 18 x 27 Millimeter, was gegenüber dem Kleinbild einer scheinbaren Brennweitenverlängerung (Crop Factor) von 1,33 entspricht.

Das 2,5 Zoll große LC-Display hat eine Auflösung von zirka 230.000 Pixeln. Es zeigt als Besonderheit bei der Belichtungskontrolle Tonwerthistogramme auf den jeweils dargestellten Bereich bezogen an. So lassen sich die spezifischen Belichtungsverhältnisse in bestimmten Bildbereichen überprüfen. Gespeichert werden die Daten als JPEG oder im herstellerunabhängigen Raw-Format DNG (Digital Negative).

An die Kamera passen alle Leica-M-Objektive. Die aktuellen Linsen bieten dabei eine sogenannte optische 6-Bit-Kodierung, die meisten älteren können nachgerüstet werden. Sind die Objektive kodiert, erkennt sie die Kamera automatisch, korrigiert systembedingte Randabschattungseffekte und passt gegebenenfalls den Blitzreflektor an die Brennweite an.

Die Kamera wird ab Ende November erhältlich sein und knapp 4.200 Euro kosten.