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05.04.2007

DJ Siemens-BR erwartet Ermittlungen bei IG-Metall-Vertretern - EamS

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Gesamtbetriebsrat der Siemens AG rechnet damit, dass in den Ermittlungen um mutmaßliche Zahlungen des Unternehmens an Arbeitnehmervertreter auch IG-Metall-Betriebsräte ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. "Wir gehen davon aus, dass auch in unseren Reihen Fälle hochkommen werden", sagte Siemens-Gesamtbetriebsratschef Ralf Heckmann der "Euro am Sonntag". "Ich möchte nicht für alle der mehr als hundert IG-Metall-Betriebsratsvorsitzenden bei Siemens meine Hand ins Feuer legen", wird Heckmann zitiert.

Der Arbeitnehmervertreter ist Mitglied der IG Metall und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei Siemens. Er rechnet den Angaben zufolge damit, dass die Staatsanwaltschaft rasch aktiv wird und dabei auch das Büro des Gesamtbetriebsrats durchsucht werden könnte.

Derzeit ist dieses aber von Seiten der Ermittler offenbar nicht geplant. "Nach meinem jetzigen Kenntnisstand ermittelt die Staatsanwaltschaft derzeit nicht gegen Betriebsräte der IG Metall", sagte Andreas Quentin, Sprecher der Staatsanwaltschaft Nürnberg Dow Jones Newswires. Siemens wollte die Aussagen von Heckmann nicht kommentieren.

Am Montag hatte die IG Metall Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gestellt. Die Gewerkschaft hat die als unternehmernah geltende Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) in Verdacht, von Siemens finanziert worden zu sein. "Wir vertreten mehr als 160.000 Mitarbeiter der Siemens AG. Wir wollen Transparenz, und wir wollen ein Signal geben", wird Heckmann zitiert. "Wenn es schwarze Schafe gibt, dann werden sie bei der AUB und bei der IG Metall auffliegen."

"Ich gehe nicht davon aus, dass Fälle mit Beteiligung von Betriebsräten der IG Metall vorkommen werden," sagte Dieter Scheitor, Siemens-Beauftragter der IG Metall und Mitglied des Aufsichtsrats des Münchner DAX-Konzerns auf Nachfrage. "Ich kann aber nicht alle der rund 1.200 Betriebsräte der IG Metall bei Siemens mit Sicherheit überblicken". Die IG Metall sei aber für eine "lückenlose Aufklärung".

Gegenüber der "Euro am Sonntag" schlüsselte Siemens-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Heckmann auch seine eigene Einkommenssituation auf. Demnach erhält Heckmann als außertariflich bezahlter Mitarbeiter monatlich 8.000 bis 9.000 EUR Grundgehalt. Hinzu komme eine erfolgsabhängige Sonderzahlung bis zu 50% des jährlichen Grundgehalts.

Als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender erhalte Heckmann außerdem jährliche Bezüge von 169.000 EUR, die er fast vollständig an die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung abführen muss.

Webseiten: http://www.eurams.de

http://www.siemens.com

- Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 505

industry.de@dowjones.com

DJG/abe/jhe

(END) Dow Jones Newswires

April 05, 2007 06:12 ET (10:12 GMT)

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