Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

16.11.2007 - 

Verdacht auf Insolvenzverschleppung

Elsa-Gründer angeklagt

Man erinnere sich: Der Elsa AG Blitzstarter im neuen Markt, im Februar 2002 pleitegegangen folgte im Herbst 2002 die "neue Elsa". Elsa-Gründer Theo Josef Beisch hatte sie mit rund 100 Mitarbeitern ins Leben gerufen, und sie sollte weiterhin Grafikkarten und Netzkomponenten produzieren. Doch der neuen Elsa war nur ein kurzes Dasein beschieden; sie schwankte hin und her zwischen nicht gezahlten Löhnen sowie Sozialabgaben und vollmundigen Ankündigungen, asiatische Interessenten würden in Kürze Investitionen in Millionenhöhe leisten bis sie im Oktober 2003 ebenfalls pleiteging.

Weder Mitarbeiter noch andere Gläubiger sahen jemals Geld, und von Theo Beisch hat man seitdem nichts mehr gehört.

Das wird sich ändern. Denn nun hat die Aachener Staatsanwaltschaft Anklage gegen den "eingetragenen Geschäftsführer" Peter T. nach Meinung vieler Mitarbeiter ein "Strohmann" und den "faktischen Geschäftsführer" Theo Beisch erhoben. Insolvenzverschleppung und Hinterziehung von Sozialbeiträgen lauten die Vorwürfe.

Jahrelange Recherchen hätten ergeben, so die Staatsanwaltschaft, dass die neue Elsa faktisch bereits im Juli 2003 pleite war und deshalb Antrag auf Insolvenz hätte stellen müssen. Das tat sie aber nicht, sondern unterhielt weiterhin Mitarbeiter, Gläubiger und die Presse mit Geschichten von Investoren und eigentlich unterschriftsreifen Verträgen. Dabei führend war Elsa-Gründer Beisch, wie ChannelPartner aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

Erst im Oktober 2003 stellte die Technikerkasse Antrag auf Insolvenz bei der Krankenkasse hatten sich die nicht abgeführten Arbeitnehmeranteile auf weit über 100.000 Euro summiert. Nach Informationen der Aachener Zeitung hatte die neue Elsa bereits im Juli Schulden in Millionenhöhe angehäuft.

Das Insolvenzverfahren wurde damals mangels Masse eingestellt, doch es waren neue Unternehmen wie die Devolo AG und die Lancom GmbH (beide gegründet im Jahr 2002) entstanden. Beide haben ihren Firmensitz in Aachen, und nicht wenige der Elsa-Mitarbeiter wechselten zu diesen Netzwerkern.

Der Name Elsa ging nach Taipeh, Taiwan. Unter der Adresse Dongxing Road Nummer 28 produziert Elsa Technology (www.elsa.com.tw/en) Grafik- und Kommunikationschips.

Wolfgang Leierseder