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14.05.2008

Entscheidung im Machtkampf an Infineon-Spitze - FTD

HAMBURG (Dow Jones)--An der Spitze der Infineon Technologies AG bahnt sich ein Machtkampf um die richtige Strategie an. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) vom Mittwoch ist in den nächsten Tagen ein Gespräch zwischen dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Ziebart und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Max Dietrich Kley anberaumt, bei dem sich die Kontrahenten aussprechen wollen.

HAMBURG (Dow Jones)--An der Spitze der Infineon Technologies AG bahnt sich ein Machtkampf um die richtige Strategie an. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) vom Mittwoch ist in den nächsten Tagen ein Gespräch zwischen dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Ziebart und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Max Dietrich Kley anberaumt, bei dem sich die Kontrahenten aussprechen wollen.

"So wie bislang kann es nicht weitergehen, es muss eine Lösung geben, nicht nur auf der persönlichen Ebene, sondern vor allem für die Frage, wohin das Unternehmen steuern soll", zitiert die Zeitung ein Mitglied der Firmenleitung. In dem Chipkonzern gelte es als ausgemacht, dass Ziebart nach dem Gespräch seinen Posten aufgibt. Infineon war am Mittwoch kurzfristig nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Kley und Ziebart liegen laut Zeitung in wesentlichen Strategiefragen über Kreuz. Setzt sich Kley durch, wird eine Fusion zwischen Infineon und einem anderen Chipkonzern wahrscheinlicher. Nach FTD-Informationen hat er angeregt, unter anderem eine Fusion mit der früheren Halbleitersparte von Philips zu prüfen, die vom Finanzinvestor KKR kontrolliert wird und unter dem Namen NXP firmiert. Zusammen kämen die beiden Chiphersteller - ohne Qimonda - auf gut 10 Mrd EUR Umsatz.

Ziebart soll von dem Projekt jedoch wenig halten, weil NXP selbst mit operativen Problemen kämpft und eine Fusion lediglich KKR Vorteile brächte. Den Finanzinvestoren würde eine Fusion mit dem börsennotierten Konzern einen Ausstieg aus ihrem Chipengagement ermöglichen.

Als mögliche Nachfolger von Ziebart gelten laut Zeitung zumindest übergangsweise Finanzvorstand Marco Schröter und der Leiter der Automotive-Sparte, Peter Bauer.

Webseite: http:/www.ftd.de/ DJG/rio/cbr

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