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16.08.2016 - 

Telefon- und Messagingdienste

EU-Kommission will Skype und WhatsApp stärker regulieren

Strengere Regeln für Anbieter von Internetdiensten, die Telefon- und Messagingfunktionen beinhalten: Die EU-Kommission will Apps wie WhatsApp oder Skype an die kurze Leine nehmen und ihnen "Sicherheits- und Vertraulichkeitsregeln" auferlegen. Telekom und Co. dürfte es freuen.
Die EU-Kommission will Diensten wie Skype oder WhatsApp "Sicherheits- und Vertraulichkeitsregeln" auferlegen.
Die EU-Kommission will Diensten wie Skype oder WhatsApp "Sicherheits- und Vertraulichkeitsregeln" auferlegen.
Foto: quka - Shutterstock.com

Wie die Financial Times berichtet, plant die EU-Kommission Dienste wie WhatsApp und Skype stärker zu reglementieren. Apps und Programme, mit denen Nutzer Telefongespräche führen und Nachrichten verschicken können, sollen an "Sicherheits- und Vertraulichkeitsauflagen" gebunden werden. Grundlage sei ein Entwurf der EU-Kommission zur Überarbeitung der Telekommunikationsrichtlinien.

Festgelegt werden sollen Regeln, die beschreiben wie WhatsApp und ähnliche Programme mit Anfragen von Sicherheitsbehörden und mit ihren Kundendaten umgehen müssen. Zudem soll reguliert werden, wie die Firmen mit den Daten der Nutzer Geld verdienen können. Damit würde erstmals ein einschneidende Regulierung von Google, WhatsApp, Skype und Konsorten erfolgen. Bisher existieren kaum entsprechende Vorgaben. Die EU-Kommission äußerte sich bislang nicht zu dem Bericht. Zu Ergebnissen soll es dagegen recht bald kommen. Die Neuregulierung für den Telekommunikationsbereich ist auf September terminiert.

Telekommunikationsunternehmen im Clinch mit App-Anbietern

Freuen dürfte sich über die anstehenden Umwälzungen vor allem die Telekommunikationsbranche. Deren Lobby beklagt seit langem, dass die Netzbetreiber einer strengeren Regulierung unterliegen, als Anbieter von Online-Diensten. Sie fordern gleiche Rahmenbedingungen, bevorzugen jedoch eine Lockerung der Regulierungen für ihre eigene Branche. Ein Dorn im Auge der Telekom-Unternehmen ist vor allem die Tatsache, dass US-Firmen mit Online-Kommunikation Geld verdienen, ohne in den Netzausbau und dessen Instandhaltung investieren zu müssen. Derweil argumentieren die App-Anbieter, dass ihre Dienste die mobilen Internet-Anschlüsse von Vodafone, O2 und Telekom für Verbraucher überhaupt erst attraktiv machen.

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Horst Ulrich Köther

Seit rund 15 Jahren nutze ich Messenger-Systeme wie MSN&Skype und jetzt auch WhatsApp. Und ja, diese Anwendungen sind ein Grund für Datenflats mit größeren Highspeed-Volumina, woraus sich direkter Profit für die Netzwerkbetreiber ergibt. So sollten diese also nicht "jammern". Entgegen den Providern aber wird Sicherheit mittlerweile beachtet und eine Endpunkt-zu-Endpunkt-Verschlüsselung verwendet. Das ist natürlich sehr zum Leidwesen der "Neuen Stasi aus Amerika" und deren Derivaten. Irgendwie wird das mit der Freiheit mißverstanden, denn auch Regierungsbehörden sollten nie tun können, was sie wollen - und vor allem auch keinen Freibrief dafür bekommen. Unter dem Vorwand der angeblichen Terrorbekämpfung die Freiheit der Bürger einschränken - unter anderen Gründen hat man das in der DDR so gemacht - und das war damals auch nicht akzeptabel. Mit nachdenklichen Grüßen, HUKoether

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