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24.07.2007

EU wirft USA unrealistische Berechnung von Airbus-Beihilfen vor

BRÜSSEL (Dow Jones)--In den jahrelangen Auseinandersetzungen zwischen der EU und den USA um staatliche Beihilfen für ihre jeweiligen Flugzeughersteller Airbus und Boeing werfen die Europäer den USA "völlig unrealistische" Berechnungen vor. Washington argumentiere, dass sich die Zahlungen der EU-Mitgliedstaaten für Airbus auf 205 Mrd USD beliefen, heißt es in einer Mitteilung der EU-Kommission von Dienstag. Das aber sei das achtfache der Kapitalisierung der Muttergesellschaft EADS.

BRÜSSEL (Dow Jones)--In den jahrelangen Auseinandersetzungen zwischen der EU und den USA um staatliche Beihilfen für ihre jeweiligen Flugzeughersteller Airbus und Boeing werfen die Europäer den USA "völlig unrealistische" Berechnungen vor. Washington argumentiere, dass sich die Zahlungen der EU-Mitgliedstaaten für Airbus auf 205 Mrd USD beliefen, heißt es in einer Mitteilung der EU-Kommission von Dienstag. Das aber sei das achtfache der Kapitalisierung der Muttergesellschaft EADS.

"Die Berechnungsmethode sei bar jeder Vernunft und wider die WTO-Regeln", da der Zinseszins auf jahrzehntelange Subventionen addiert werde, kritisierte die EU-Kommission. Mit der gleichen Methode könne die EU die Boeing-Beihilfen auf 305 Mrd USD ansetzen, anstatt der bisher berechneten 23 Mrd USD.

Die Welthandelsorganisation (WTO) will sich ab diesem Mittwoch zwei Tage lang in einer zweiten Anhörung mit der US-Beschwerde über EU-Beihilfe für Airbus befassen. Ein drittes Treffen ist der Kommission zufolge im September angesetzt. Im Falle von Schuldsprüchen drohen Handelssanktionen.

In dem Streit hatte die EU im Februar ihren Standpunkt schriftlich mitgeteilt. Sie wirft Washington "massive, lang anhaltende und WTO-widrige Subventionierung der Verkehrsflugsparte von Boeing" vor. Über 23 Mrd USD an Subventionen seien in den vergangenen zwei Jahrzehnten an den US-Flugzeughersteller gegangen und würden weiter bis 2024 fließen. Die Hilfen kommen nach Darstellung der Europäer von der NASA und dem US-Verteidigungsministerium. Bundesstaaten wie Washington und Kansas beteiligten sich ebenfalls durch Steuernachlässe sowie Infrastrukturprojekte. Auch lokale Behörden, etwa jene von Chicago, würden Boeing helfen, heißt es.

Beide Seiten werfen sich seit Jahren vor, ihre Flugzeughersteller auf unzulässige Weise zu unterstützen, um ihnen damit einen Vorteil gegenüber ihrem Hauptkonkurrenten zu verschaffen. Weil beide von ihren Standpunkten überzeugt sind und man sich nicht einigen konnte, zogen schließlich sowohl die EU als auch die USA vor die WTO. -Von Angelika Steinfort, Dow Jones Newswires; 32 2 7411490,

europa.de@dowjones.com

DJG/ang/kth

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