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11.02.2014 - 

Millionenbeträge

Evangelische Kirche verzockt sich bei Getgoods

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Die evangelische Kirche in München hat sich offensichtlich mit Investitionen in mittelständische Firmen verspekuliert, darunter auch Pleite-Onliner Getgoods AG.
Bei der Suche nach der richtigen Geldanlage fehlte der evangelischen Kirche in München die göttliche Eingebung.
Bei der Suche nach der richtigen Geldanlage fehlte der evangelischen Kirche in München die göttliche Eingebung.

Verluste in zweistelliger Millionenhöhe sollen Fehlinvestitionen der evangelischen Kirche in München verursacht haben. Die Süddeutsche Zeitung berichtete bereits letzte Woche über die Finanzspekulationen unter dem Kirchendach. Da stand noch ein Betrag von 5,5 Millionen Euro im Raum. Laut Informationen der Zeitung ist der Finanzchef Andreas R. inzwischen beurlaubt. Gegen ihn ermittelt auch die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue.

Nun hat sich auch die evangelischen Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler zu dem Fall geäußert: Wie der Pressedienst Pressetext schreibt, rechnet Breit-Keßler mit Verlusten von bis zu 12,5 Millionen Euro. Neben Investitionen in die Photovoltaik-Unternehmen Solen AG und SAG Solarstrom, dem Müllverwerter FKK Enviroments floss auch Geld in Mittelstandsanleihen des inzwischen insolventen E-Tailers Getgoods AG.

Riskante Mittelstandsanleihen

Laut der Stadtdekanin Barbara Kittelberger sollte die Finanzverwaltung das Geld in eine "konservativ-nachhaltige Geldanlage mit zeitnaher Liquidität und höchstmöglicher Sicherheit" anlegen. Das ging nun wohl gründlich schief. So habe es auch die Vorgabe verlangt, maximal 28 bis 30 Prozent in Mittelstandsanleihen zu investieren. Tatsächlich seien es aber 50 Prozent gewesen.

Neben dem Fehlverhalten des Finanzchefs stellt sich nun auch die Frage, warum Kontrollmechanismen nicht vorhanden waren oder nicht gegriffen haben. Laut Informationen der Süddeutschen Zeitung hatte das Stadtdekanat Renditen von rund 2,5 Prozent erwirtschaftet, für 2013 waren plötzlich 4,1 Prozent angekündigt worden. Auch das hätte stutzig machen müssen.

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