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29.10.2007 - 

Edge-Switch Summit 150

Extreme Networks holt nach

Natürlich hat man bei Extreme Networks schon länger gewusst, dass man die Switches nach unten abrunden musste. Aber erst jetzt ist das passiert.

Von Wolfgang Leierseder

Mit dem "Summit 150", einem 24- oder 48-Port-Switch mit optionaler PoE-Versorgung (Power over Ethernet), betritt der amerikanische Netzwerker Extreme Networks Neuland. Der Edge Switch soll ab sofort Partnern ermöglichen, lästige Fragen nach entsprechenden Komponenten souverän beantworten zu können und nicht, wie bisher, Konkurrenzprodukte empfehlen zu müssen. Das "untere Segment", sagt Hanno Viehweger, Pre-Sales-Manager Zentraleuropa bei Extreme, wolle der Netzwerker abdecken. Edge-Switches mit dieser Port-Menge seien insbesondere bei kleineren Projekten, gleich ob als Ergänzung oder bei Neuprojekten, gefragt.

Wie vorsichtig der Netzwerker in diesem Markt andockt, zeigen die Äußerungen des Managers. "Der Summit 150 läuft mit unserem Betriebssystem XOS." Das heißt eben: Er ist proprietär. Eine Mischung von Netzkomponenten will Extreme nicht. Ebenso wenig ist der Switch "stackable" Extreme ver-kauft diese Komponente gezielt als Etagenverteiler und als Anschlussgerät für Desktop-Geräte, zum Beispiel Notebooks oder VoIP-Telefone. Und da der Switch keine Routing-Funktionen aufweist, kommt er auch nicht als Außenbürolösung infrage.

Automation und Verfügbarkeit

"Wir haben festgestellt, dass Unternehmen folgende Kriterien für Switches nennen: Geschwindigkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit", sagt Viehweger. Diese Kriterien erfüllt der Switch: Seine Switch-Fabric bearbeitet Daten mit 8 bis 13,6 Gbit/s Durchsatz; sie leitet Daten auf Layer-2-Ebene mit 6,5 bis 10,1 Mbit/s durch, wobei sie auch sogenannte Jumbo Frames, also einzelne Pakete mit 9.216 Byte Größe, akzeptiert. Des Weiteren kann der X150 über das Betriebssystem modular gewartet werden, sodass der Ausfall einzelner Funktionen allein das jeweilige Modul betrifft, nicht aber den Switch insgesamt. Ausfallsicherheit in Koppelung mit Automatisierung dieses Zusammenspiel ist Viehweger zufolge schon die halbe Miete bei der Entscheidung, ob man diesen Switch kauft oder nicht.

Extreme hat beim Design dieses Switches darauf geachtet, dass Administratoren Parameter zur Verfügung gestellt bekommen, die ihnen das Management einfach machen. So erkennt der Switch beispielsweise mittels des "Automation Framework" bereits existierende Konfigurationen; er kann mittels der beigegebenen Module die Konfiguration von Managementschnittstellen vereinfachen und die Definition ausgefeilter Richtlinien zur Dienstgüte (Qua-lity of Service, QoS) übernehmen. Geschulte Administratoren können Scripting-Funktionen übernehmen oder verwenden, um beispielsweise Ereignisse zu definieren oder bei Umzügen die Authentifizierung mitzunehmen und die Ports zuzuweisen.

Und da der Summit auch IP-Telefone verschiedener Hersteller wie Avaya, Cisco, Mitel, Nortel und ShoreTel erkennt, des Weiteren mittels des Modules "Power Conservation" den Stromverbrauch von Endgeräten zu festgelegten Zeiten steuern kann sowie vor Broadcast Storms oder TCP-Scans schützt und Übertragungsprobleme sowie IP-Adress-Sweeps erkennt, ist er laut Viehweger ein Switch, der sozusagen "state of the art" ist.

Extreme positioniert den Switch folgerichtig gegen Ciscos gerade in den Markt gebrachten, ebenfalls proprietären "Catalyst 2960" und Hewlett-Packards "ProCurve 2600". "Wir wissen, dass wir hinsichtlich des Preises zwischen den beiden liegen", sagt Viehweger. Aber das sei für viele Kunden kein Thema. Dagegen sprächen die Administrationsmöglichkeiten und die einzelnen Module eine deutliche Sprache zugunsten des Summit.

Doch der Manager sagt auch, dass mittelständische Kunden nur einen Anbieter in ihren Netzen wünschten und mit dem neuen Switch könne Extreme nunmehr eine Reihe von Kunden angehen, die die Edge-Komponente vermisst hätten.

Der Summit 150 von Extreme Networks mit 24 Ports
Der Summit 150 von Extreme Networks mit 24 Ports

Der Einstiegspreis des Summit 150 liegt bei 1.095 Dollar. Er wird über Partner und die Distributoren Algol, Azlan und Westcon vertrieben.

Kurz gefasst

Hersteller: Extreme Networks

www.extremenetworks.de

Produkt: Edge-Switch Summit 150

Produktgruppe: Netzwerk-komponenten

Verfügbarkeit: ab sofort

+modular aufgebaut

+überzeugendes Managementinklusive Scripting

+Module für Automatisierung

-propritär

Meine Meinung: Extreme hat spät, aber doch seine Summit-Komponenten nach unten ergänzt. Der Switch überzeugt, was Ausstattung und Management angeht. Dass er aber nur in Extreme-Netzen diese Rolle spielen kann, schränkt technisch deutlich ein. VARs müssen Extreme verkaufen - mit dieser Botschaft engt der Netzwerker den Kreis der Partner deutlich ein.

Verändertes Partnerprogramm

Damit Partner mit der Vermarktung der Summits, aber auch weiterhin der Switch-Reihen BlackDiammond und Alpine besser zum Zuge kommen, wird Extreme diverse Stellschrauben seines Partnerprogramms ändern. Ab Januar 2008 werden Partner (VARs) nicht allein nach ihrem Umsatz bonifiziert und klassifiziert, sondern ebenso nach ihrem Engagement, ihrer Marktkenntnis und ihren Investitionen in Extreme. Entsprechend dieses Punktesystems, bei dem maximal 100 Punkte vergeben werden, davon maximal 50 für Umsätze, werden VARs in die Metallhierarchie von Extreme eingereiht. Die Übergangsfrist für existierende Partner reicht bis Juli 2008.