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Fondsgesellschaft DWS warnt Telekom vor Übernahmen

03.05.2007
KÖLN (Dow Jones)--Die größte deutsche Fondsgesellschaft DWS hat die Deutsche Telekom AG vor Übernahmen im Ausland gewarnt, solange sich ihre Lage auf dem Heimatmarkt nicht bessert. DWS-Geschäftsführer Klaus Kaldemorgen sagte am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Konzerns in Köln, man verfolge mit Sorge, dass trotz der Schwierigkeiten im Inland bei der Telekom immer häufiger über Akquisitionen gesprochen werde. Die DWS reagiere aber als Aktionärin gerade bei Fragen der Kapitalverwendung äußerst sensibel, solange auf dem Inlandsmarkt die Kapitalkosten nicht verdient und Unternehmenswert vernichtet würden.

KÖLN (Dow Jones)--Die größte deutsche Fondsgesellschaft DWS hat die Deutsche Telekom AG vor Übernahmen im Ausland gewarnt, solange sich ihre Lage auf dem Heimatmarkt nicht bessert. DWS-Geschäftsführer Klaus Kaldemorgen sagte am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Konzerns in Köln, man verfolge mit Sorge, dass trotz der Schwierigkeiten im Inland bei der Telekom immer häufiger über Akquisitionen gesprochen werde. Die DWS reagiere aber als Aktionärin gerade bei Fragen der Kapitalverwendung äußerst sensibel, solange auf dem Inlandsmarkt die Kapitalkosten nicht verdient und Unternehmenswert vernichtet würden.

Die Telekom will erklärtermaßen jenseits der Grenzen im Mobilfunk wachsen und zieht dafür auch Übernahmen in Betracht. Dazu sagte Kaldemorgen, die Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden Rene Obermann zu diesem Thema seien "geprägt von Beliebigkeit und Allgemeinplätzen". In der Vergangenheit habe die Telekom bei ihren Käufen und Verkäufen "keine glückliche Hand" gehabt. In Deutschland scheine es nicht nur im Festnetz, sondern auch im Mobilfunk Handlungsbedarf zu geben. "Dies ist keine gute Basis für Übernahmen im Ausland", warnte der Fondsmanager.

Erst aus einer starken Position im Heimatmarkt seien Erfolge in anderen Märkten möglich, gab Kaldemorgen zu bedenken. In Deutschland jedoch laufe die Telekom Gefahr, von dem Wachstumsmarkt der DSL-Breitbandanschlüsse abgeschnitten zu werden. Das Ausmaß, in dem hier Marktanteile verloren gingen, sei selbst angesichts der für die Telekom ungünstigen regulatorischen Rahmenbedingungen und des schnellen technischen Fortschritts "überraschend und besorgiserregend".

Auch die zwei Gewinnwarnungen zeigten, dass das Management der Telekom "zu lange am Prinzip Hoffnung festgehalten und auf Zeit gespielt" habe, kritisierte Kaldemorgen. Der neue Vorstandsvorsitzende Rene Obermann habe aber anscheinend zumindest den "Ernst der Lage" erkannt und sei gewillt, die Kosten zu senken. "Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass das neue Führungsteam die Herausforderungen auf dem deutschen Markt entschlossen in Angriff nimmt", sagte der DWS-Vertreter.

Webseite: http://www.telekom.de

http://www.dws.de

-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213,

TMT.de@dowjones.com

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