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01.06.2007

Freenet wehrt sich gegen Zerschlagungspläne - Welt

BERLIN (Dow Jones)--Der Internet- und Mobilfunkanbieter freenet will sich mit aller Macht gegen eine Zerschlagung des Konzerns zur Wehr setzen. "Wir haben nicht 18 Monate lang für die Fusion von mobilcom und freenet gekämpft, um dann zwei Monate später wieder über eine Trennung nachzudenken", sagte Vorstandsvorsitzender der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe). Spoerr reagiert damit auf die Angriffe des neuen freenet-Großaktionärs Florian Homm.

BERLIN (Dow Jones)--Der Internet- und Mobilfunkanbieter freenet will sich mit aller Macht gegen eine Zerschlagung des Konzerns zur Wehr setzen. "Wir haben nicht 18 Monate lang für die Fusion von mobilcom und freenet gekämpft, um dann zwei Monate später wieder über eine Trennung nachzudenken", sagte Vorstandsvorsitzender der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe). Spoerr reagiert damit auf die Angriffe des neuen freenet-Großaktionärs Florian Homm.

Finanzinvestor Homm hat sich über seinen Hedgefonds Absolute Capital Management mit bislang 3% an der freenet AG, Hamburg, beteiligt, und will den Anteil noch erhöhen. Homm strebt angeblich Teilverkäufe bei freenet an. "Ich hatte noch nicht das Vergnügen, mit Herrn Homm zu reden. Aber ich gehe davon aus, dass ich ihn von unserer Strategie überzeugen kann", sagte Spoerr dem Blatt.

Freenet wolle nach der Fusion mit mobilcom nun massiv das Geschäft des mobilen Internets ausbauen. "Unser Mobilfunkgeschäft steht nicht zum Verkauf", betonte Spoerr mit Blick auf die Gerüchte um eine Zerschlagung. Zu der Strategie gehören offensichtlich auch Zukäufe.

"Zum Beispiel beim Mobil Service Providing kann man dazu Überlegungen anstellen", sagte Spoerr. Gemeint seien damit Mobilfunkanbieter, die nicht über eigene Funknetze verfügen. Spoerr äußerte sich allerdings nicht dazu, ob sich dieses Interesse auf die Konkurrenten Debitel und Talkline bezieht.

"Wir reden nicht über konkrete Gespräche. Es wäre aber falsch zu behaupten, dass wir kein Interesse haben", sagte der Manager weiter. Sowohl der Konkurrent Debitel als auch Talkline gehört Finanzinvestoren, die bereits mehrfach ein Verkaufsinteresse signalisiert haben. Die beiden Firmen äußerten sich nicht zu den Spekulationen.

Möglicherweise will der freenet-Chef einen weiteren neuen Großaktionär, die Berliner Investmentgesellschaft Vatas, als Verbündeten gegen die Zerschlagungspläne gewinnen. "Wir sehen Vatas als mittelfristigen und stabilen Investor und nicht als kurzfristigen an", sagte der Manager. Mit einem der Vatas-Geschäftsführer, Lars Windhorst, habe er bereits Gespräche geführt und dabei eine große Übereinstimmung in der Zukunftsstrategie für freenet festgestellt.

Webseite: http://www.welt.de/

DJG/bam/rio

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