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18.09.2006

"Ganz neue Geschäfte"

Intel und die Siemens-Abteilung Com steigen ins Geschäft mit VoIP-Lösungen und mehr ein. Ein Alliance-Team arbeitet bereits daran, Ende dieses Jahres fertige Lösungen vorstellen zu können.

Von Wolfgang Leierseder

Chip-Riese Intel und Siemens Communications, bis 2007 noch unter der Regie des Münchener Konzerns, dann unter der Nokias, werden gemeinsam an neuen Telefonielösungen via Voice over IP (VoIP) arbeiten. Beide Firmen haben sich in den kommenden drei Jahren zum Ziel gesetzt, "Open Unified Communications"-Lösungen auf IP-Basis zu entwickeln und zu vermarkten. Dabei sollten erstens Branchenlösungen im Bereich Collaboration, insbesondere für die Segmente Telekommunikation, Gesundheit und Finanzdienstleistung, entwickelt werden.

Einen zweiten Schwerpunkt wollen beide Unternehmen auf die Entwicklung von Lösungen für Carrier- und Unternehmenskunden legen. Ziel sei es, "Echtzeitkommunikationslösungen zur Geschäftsprozessoptimierung anzubieten, die auf Produkten mit Intel-Architektur basieren. Dazu gehören zum Beispiel die Dual-Core- und Carrier-Class-Rack-Mounted-Server (RMS) von Intel sowie die große Telefonanlage "Hi Path 8000" und die Collaboration-Software "OpenScape", beide von Siemens. Erste Ergebnisse der Kooperation sollen ausgewählten Kunden bis Ende des Jahres 2006 vorgestellt werden.

Welche Teams mit welcher personellen Besetzung und mit welchem Budget arbeiten werden, wollten beide Unternehmen nicht sagen. Siemens-Sprecherin Claudia Gonitianer erklärte gegenüber ComputerPartner, es sei bereits "ein Alliance-Team" gebildet worden, das seine Arbeit in einem Intel-Labor in Parsippany, 30 Kilometer außerhalb von New York gelegen, aufgenommen habe. Dorthin würden auch Kunden eingeladen werden, um ihnen die Lösungen zu zeigen.

Intel-Sprecher Hans-Jürgen Werner bestätigte, der Hauptteil werde in diesem Labor von Intels Telekommunikationsabteilung geleistet werden. "Wir haben bereits Lösungen, die wir zeigen können", sagte er.

Das "eigentlich Neue" an dieser und den kommenden Lösungen werde sein, dass sie auf Standards basiere und "alle erdenklichen Services", neben VoIP etwa multimediale Anwendungen wie zum Beispiel "Triple Play" und anderes mehr, als "Gesamtlösung auf einem Server" bieten werde. "Damit werden wir neue Geschäftsfelder erschließen können", erklärte der Intel-Sprecher.