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Grafik vom Feinsten und trotzdem leise

22.06.2006
Mit passiv gekühlten Komponenten lassen sich leise Rechner hersteller - so jedenfalls die landläufige Meinung. Doch es gibt auch Haken und Ösen.

Von Hans-Jürgen Humbert

Grafikprozessoren sind inzwischen genauso stromhungrig wie Desktop-CPUs. Bei Hochleistungsgrafikkarten haben sie in puncto Leistungsaufnahme Desktop-CPUs sogar überholt. Bei voller 3-D-Auslastung sind mehr als 100 Watt Leistungsaufnahme heute keine Seltenheit mehr. Einerseits.

Andererseits wollen Anwender einen möglichst leisen PC, der zudem auch wohnzimmertauglich sein soll. Denn der Trend geht in die Richtung, Multimedia-Maschinen direkt neben dem Fernseher zu platzieren. Aber wer will sich schon eine DVD mit lautstarker Lüfteruntermalung ansehen beziehungsweise anhören. Andererseits braucht man aber eine gewisse Grafikleistung, um HDTV-Inhalte auf dem Flachbildschirm sauber, ohne Artefakte und sonstige Störungen, wiedergeben zu können. Die Industrie hat dieses Dilemma erkannt und bringt neue Grafikkarten mit passiver Kühlung heraus. Dass es sich dabei nicht um Karten mit Hochleistungsprozessor handelt, dürfte jedem klar sein. Maximal bei Midrange-Karten kann auf eine aktive Lüftung verzichtet werden.

Leiser Rechner ohne Lüftung?

Wer nun aber glaubt, einen absolut lautlosen Rechner einfach mit einer passiv gekühlten Grafikkarte und einem Netzteil ohne Lüfter herstellen zu können, der irrt. Denn die Abwärme ist ja immer noch da und muss irgendwie aus dem Gehäuse herausgeführt werden. Einfach auf passiv gekühlte Komponenten umschwenken geht nicht. Bei herkömmlichen ATX-Motherboards sitzt die Grafikkarte unterhalb des Prozessors. Darüber ist das Netzteil angeordnet. Ist auch das Netzteil passiv gekühlt, sorgt allein der CPU-Lüfter für einen kleinen Luftstrom innerhalb des Gehäuses. Und das reicht nicht aus. Erst ein zusätzlich installierter Gehäuselüfter erlaubt einen störungssicheren und stabilen Betrieb. Nimmt man einen Lüfter mit großem Durchmesser, kann dieser recht langsam drehen, somit sehr leise sein und trotzdem für einen ordentlichen Luftdurchsatz im Rechner sorgen.

Passiv gekühlt und trotzdem schnell

Eine optimale Lösung für Office-PCs und mit ausreichender Leistung für alle aktuellen Spiele soll die Midrange-Grafikkarte NX7600GS-T2D256EH mit Nvidias GeForce-7600GS-Grafikprozessor sein. Die mit 400 MHz getaktete GPU ist im-90 nm-Verfahren gefertigt und soll so effizienter als ihre Vorgänger mit der zugeführten Energie umgehen können. Über den 128 Bit breiten Datenbus hat die GPU Zugriff auf 256 MB DDR2-Speicher. Dieser hat eine sehr kurze, mittlere Zugriffszeit von nur 2,5 ns und wird serienmäßig mit 800 MHz (effektiv: 2x 400 MHz) getaktet. Wem das nicht reicht kann mit dem MSI-eigenen D.O.T.-Funktion die Grafikkarte nochmals um gut zehn Prozent übertakten und somit noch mehr Leistung rausholen. D.O.T. (Dynamix Overclocking Technology) ist ein dynamisches Übertaktungssystem zur kontrollierten Leistungssteigerung bei hoher Systembelastung. In sechs Stufen kann dabei der maximale Übertaktungsfaktor von zwei bis zehn Prozent festgelegt werden.

Die maximale Auflösung beträgt bis zu 2048x1536 Bildpunkten bei 85 Hz Bildwiederholfrequenz. Hierzu stehen zwei DVI-I-Schnittstellen sowie ein integrierter Videoausgang bereit. Wahlweise lässt sich mit dem beiliegenden DVI- auf-VGA-Adaper auch ein analoger Monitor anschließen. Bei dem Video- ausgang handelt es sich um eine S- Video/Composite-kombinierte Video-Schnittstelle mit HDTV-Unterstützung. Neben Treiber- und Anwendungs-CD liegen der Karte dazu passend zwei DVI-/VGA Adapter, ein Video-Out-Adapter und ein S-Videokabel bei.

Ein massiver Metallkörper strahlt die Wärme von GPU und Speicher über die gesamte Fläche ins PC-Gehäuse ab.

In puncto Multimedia und Unterhaltung soll Nvidias Purevideo-Technologie für Videowiedergabe in Heimkinoqualität sorgen. Eine eigene Videoprozessoreinheit im Grafikkern beschleunigt dabei die Bearbeitung und Wiedergabe von Videos, speziell die HD-Wiedergabe, und soll optimale Unterstützung für Microsofts Windows Media Video 9 (WMV9 / VC-1) und H.264 bieten. Die hardwareseitig gestützte Decodierung ist High-Definition (HDTV)-tauglich bis zur maximalen Auflösung 1080p (1920x1080 Bildpunkte mit Vollbild-Wiedergabe).

Die Karte ist ab sofort zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 119 Euro erhältlich.