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30.03.2007

Grafikkarten für CE-Händler

Der Grafikkartenmarkt ist unübersichtlich, wenige Anwender wissen, welches Modell sie für ihre Belange benötigen. Club3D will vor allem CE-Händler ansprechen. Die können dann ihren Kunden mit der neuen "FX"-Serie immer die richtige Karte anbieten.

Von Boris Böhles

Der Name der zwei Grafikkartenmodelle von Club3D verrät bereits, für welches Einsatzszenario sie geeignet sein sollen. "Game FX" und "Aero FX" heißen die in Weiß verpackten PCI-Express-Karten. Die erste soll das richtige Board für den PC-Spieler sein, die zweite soll alle Anforderungen von Microsofts Betriebssystem Windows Vista erfüllen. Clu3D verzichtet bei den beiden FX-Produkten bewusst darauf, Hersteller und Leistungsdaten des Grafikprozessors zu nennen. So soll keine Verwirrung entstehen. Händler und Kunden sollen sofort wissen, für welchen Einsatzzweck die Karten geeignet sind.

Vorteile für Fachhändler

Club3D hat mit diesem Konzept vor allem Reseller im Visier, die keine Zeit haben, sich durch den Grafikartendschungel zu arbeiten. Sie liefen bisher Gefahr, dass ihr Warenangebot veraltet oder die Preise ihrer Karten nicht mehr dem Marktpreis entsprechen, so der Hersteller.

Die FX-Produkte hingegen sicherten das Geschäft durch neueste Technologie zu stabilen Preisen. Dazu setzt Club3D die Endkundenpreise der beiden Karten fest und aktualisiert gleichzeitig die verbauten Chips, sobald die Entwicklung voranschreitet. So soll gewährleistet sein, dass immer aktuelle Hardware auf den Platinen zum Einsatz kommt. Damit kann sich der Fachhändler mühsame Erklärungen vieler verschiedener Grafikkartenmodelle unterschiedlicher Anbieter sparen.

Die Aero FX kostet 99 Euro (UVP) und die Game FX 149 Euro (UVP). An diesen Preisen erkennt der Fachkundige sofort: Es handelt sich um absolute Einsteigerkarten. Denn: Grafikkarten unter 250 Euro - egal ob von AMD oder Nvidia - sind nur bedingt spieletauglich, da sie bei aktuellen Spielen schnell an ihre Leistungsgrenze stoßen. Meist sind Spiele nur in niedrigen Auflösungen und mit niedrigen Qualitätseinstellungen spielbar.

Günstig und trotzdem leistungsfähig?

Diese Tatsache ruft beim Club3D-Konzept zwangsläufig ein Problem hervor: Kauft ein Kunde beispielsweise eine Game FX, also laut Hersteller eine für Spiele voll taugliche Grafikkarte, muss er zu Hause eventuell feststellen, dass das eine oder andere Spiel diese Karte überfordert. Grafik-Ruckler sind die Folge, und der Ärger am Verkaufstresen ist programmiert. Deshalb sollten Fachhändler ihre Kunden genau aufklären, dass sie für 150 Euro keine Höchstleistungen in Spielen erwarten dürfen, obwohl die Karte genau für diesen Einsatz geeignet sein soll.

Die wenigen Spezifikationen, die für die ersten Versionen der Game FX feststehen, bestätigen dies: 256 MB GDDR3-Speicher sind zwar ausreichend, ein großer Flaschenhals ist allerdings die lediglich 128 Bit breite Speicheranbindung. Dazu kommen nur zwölf Pixelshader-Recheneinheiten, die ebenfalls zu knapp bemessen sind, um als echte Gaming-Grafikkarte zu bestehen.

Deshalb gilt: Gelegenheitsspieler, die keinen Wert auf hohe Auflösung und hohe Bildqualität in Spielen legen, können zugreifen, denn - salopp gesagt - für eine Runde Autorennen zwischendurch reicht die Leistung der Karte aus. Ambitionierte Spieler hingegen lassen besser die Finger von der Game FX und wählen eine leistungsstärkere, reguläre Grafikkarte von Club3D, entweder mit AMD- oder Nvidia-Chipsatz.

Die Aero FX hingegen muss weniger anspruchsvolle Vorgaben erfüllen. Für eine reibungslose Zusammenarbeit mit der Aero-Oberfläche von Windows Vista sind ihre 256 MB GDDR3-Speicher und die 128 Bit breite Speicheranbindung, kombiniert mit nur vier Pixelshader-Einheiten, ausreichend.

Auf beiden Karten können sowohl AMD- als auch Nvidia-Grafikchips verbaut sein. Club3D ist als Partner von beiden Grafikschmieden flexibel.

Richtiger Ansatz für CE-Händler

Die Idee, dem Grafikkartenkäufer und dem Händler das Leben zu erleichtern, ist sinnvoll. Es gibt sehr viele verschiede Grafikkartenmodelle von den zwei führenden Herstellern AMD und Nvidia, die sich durch kryptische Modellannahmen voneinander unterscheiden. Wer sich nicht auskennt, weiß nicht, hinter welcher Bezeichnung ein 500-Euro-High-End-Modell steckt und welches eine Einsteigerkarte ist. Außerdem erschwert die Vielfalt der Varianten in den einzelnen Leistungsklassen den Durchblick. Nur wenige wissen, welches Modell sie tatsächlich für ihre Anwendungen benötigen.

Dieses Dilemma macht sich Club3D für ein sinnvolles Konzept zunutze. Zwei Grafikkarten mit einer jeweils eindeutigen Bezeichnung verraten dem Anwender sofort, wozu sie taugen. Verwirrende Zahlen-Buchstaben-Kombinationen werden vermieden. Die Kaufentscheidung wird frei nach dem Motto "Ich will spielen, also nehme ich die GameFX und werde glücklich" gefällt. In der Theorie klingt dies einfach und praktisch. In der Praxis erhält eventuell jedoch nicht jeder Kunde das, was er erwartet. Denn Spieler ist nicht gleich Spieler. Zu verschieden sind die Ansprüche von Spielern an ihre Hardware, und zu unterschiedlich sind dementsprechend die Erwartungen. Ein einziges Grafikkartenmodell aus dem unteren Preissegment kann all diesen Bedürfnissen nicht gerecht werden und ist deshalb für eine pauschale Empfehlung an PC-Spieler ungeeignet.

Aber: Club3D adressiert mit den beiden FX-Karten nicht den klassischen IT-Händler, sondern eher CE-Händler, die sich in der Welt der Grafik-Boards nicht so gut auskennen. Müssen sie auch nicht, da ihre Klientel keine Hardcore-Gamer sind, sondern eher Allround-Anwender, die gelegentlich auch mal ein Spiel starten wollen. Für sie ist die Game-FX-Karte ausreichend und sinnvoll.