Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

14.06.2007

Green IT - Wo gibt es denn die?

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 

Umweltfreundliche Computerprodukte? Das erinnert mich irgendwie an Jute statt Plastik, also an die Diskussion um alternative Verhütungsmittel der Goldenen Siebziger. Abgesehen von den Scherzen um den Pedalantrieb oder den kompostierbaren Bildschirminhalt ist die Umweltbilanz der Wegwerfkisten insgesamt nicht lustig.

Da werden von Konzernen in China unter katastrophalen umweltpolitischen Zuständen und mit enormem Energieaufwand Rechner und Komponenten gefertigt, deren hochgiftige Abfallprodukte in den Fluss gekippt, auf Seveso-Art vergraben oder auf Halde geschüttet. Jeder, der in einer Branche der Metallverarbeitung, der Kunststoffproduktion oder Elektronik beschäftigt ist, weiß, welche Gifte bei der Herstellung entstanden, beim Betrieb entstehen und bei der Entsorgung entstehen können.

Bereits in den Neunzigern hatten fortschrittliche Unternehmen die im PC verbauten Kunststoffe gekennzeichnet, um eine Sortierung möglich zu machen. Damals wurde das mit Töpfers Umweltengel honoriert - ein Anfang, aus dem, vergleicht man es mit der sonstigen Entwicklung im Computerbau, leider nicht viel mehr geworden ist.

Ein PC ist Sondermüll, egal wie teuer er einmal war. Er ist nicht grün, und er ist auch nicht biologisch abbaubar, und seine Kunststoffe wachsen genauso wenig nach wie die der Unterhaltungselektronik. Er ist giftig, und er macht krank - viel zu oft.

Aber es gibt die "Green IT", die heißt Rechenschieber oder Abakus, Papier und Bleistift, und die ganz Alten, die über 40, können es sogar noch im Kopf!

Mein Fazit: Wer sein Gewissen schon mit bleifreien Kabeln und Solartastatur besänftigen kann, der glaubt auch an Klimaschutz und gesunde Gen-Kartoffeln.

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.