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21.05.2009

Heidelberg will nach Kreditverhandlung neue Investoren suchen - FAZ

HEIDELBERG (Dow Jones)--Nachdem der Lenkungsausschuss des Deutschlandfonds den Antrag von Heidelberger Druckmaschinen auf Staatsbürgschaft gutgeheißen hat, will Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier die Kreditverhandlungen mit den Banken zügig zu Ende bringen, sollte der Haushaltsausschuss wie erwartet zustimmen. Wenn dieser Prozess abgeschlossen sei, könne sich das MDAX-Unternehmen auf die Suche nach neuen Investoren machen, sagte Schreier im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ - Freitagsausgabe).

HEIDELBERG (Dow Jones)--Nachdem der Lenkungsausschuss des Deutschlandfonds den Antrag von Heidelberger Druckmaschinen auf Staatsbürgschaft gutgeheißen hat, will Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier die Kreditverhandlungen mit den Banken zügig zu Ende bringen, sollte der Haushaltsausschuss wie erwartet zustimmen. Wenn dieser Prozess abgeschlossen sei, könne sich das MDAX-Unternehmen auf die Suche nach neuen Investoren machen, sagte Schreier im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ - Freitagsausgabe).

"Und wir schließen keine Option per se aus: Private Equity, Family Offices oder Staatsfonds", sagte Schreier. Wichtig sei, welche Ziele die Investoren verfolgten "und dass sie nicht in zwei Jahren mit einem schnellen Gewinn wieder herauswollen, sondern ein langfristiges Interesse verfolgen". Die Bürgschaft wäre nach Schreiers Worten befristet, und das Heidelberger Unternehmen würde dafür eine "Gebühr" im einstelligen Prozentbereich an den Staat bezahlen.

Angeblich knapp 500 Mio EUR staatliche Garantien hat dem Bericht zufolge die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) angefragt, daneben soll sich das Unternehmen um einen 300-Mio-EUR-Kredit bei der staatlichen Förderbank KfW bemühen, als Ersatz für die im nächsten Jahr vorzeitig kündbare Wandelanleihe in gleicher Höhe. Solange das Bürgschaftsersuchen noch läuft, will Schreier die Zahlen laut "FAZ" jedoch nicht kommentieren.

Mit Blick auf die Wirtschaftskrise und das laufende Geschäft sagte Schreier, im Tagesgeschäft habe sich die Lage nicht geändert: "Wir sind noch immer auf einem äußerst niedrigen Niveau. Es ist nicht besser, aber auch nicht schlechter geworden." Noch immer seien die Mitarbeiter die Hälfte der Zeit zu Hause. Eine Vorhersage für das laufende Jahr sei sehr schwierig.

Mit Blick auf seinen im Juli 2010 auslaufenden Vertrag sagte Schreier, er sei "selbstverständlich" bereit, seinen Vertrag zu verlängern. Er sei "keiner, der in der Krise davonläuft." Schreier zeigt sich überzeugt, dass der Druckmaschinenmarkt wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird, allerdings mit anderen regionalen Schwerpunkten. Das Geschäft in den Schwellenländern werde die Rückgänge in den Industrieländern ausgleichen. "Und keiner ist in den Schwellenländern so gut positioniert wie Heidelberger Druck."

Überdies werde der Anteil der Dienstleistungen und der Verbrauchsmaterialien am Umsatz steigen, so Schreier. Auch diese Geschäfte habe Heidelberger Druckmaschinen frühzeitig ausgebaut. Aber es werde wohl zwei bis drei Jahre dauern, "bis wir wieder in etwa den Normalzustand erreicht haben".

Webseiten: http://www.faz.net http://www.heidelberg.com DJG/brb

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