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Einsparungen greifen

Hewlett-Packard überrascht mit steigenden PC-Verkäufen

21.02.2014
Sinkende PC-Verkaufe sowie Fehlentscheidungen im Management hatten Hewlett-Packard in eine Krise gestürzt. Konzernchefin Meg Whitman versucht mit einem Umbau, dem 34 000 Jobs zum Opfer fallen, die Wende. Es scheint zu gelingen.
Der Campus von Hewlett-Packard in Palo Alto
Der Campus von Hewlett-Packard in Palo Alto
Foto: Hewlett-Packard

Hewlett-Packard wird wieder mehr Computer los. Der US-Hersteller konnte in seinem ersten Geschäftsquartal den Umsatz mit Notebooks, Desktop-Rechnern, Tablet-Computern und Zubehör um 4 Prozent steigern. Das war eine Überraschung, denn Marktforscher waren bis zuletzt von einem schlechter laufenden PC-Geschäft bei dem kalifornischen Konzern ausgegangen.

"HP steht heute so gut da wie schon lange nicht mehr", erklärte Firmenchefin Meg Whitman am Donnerstag am Sitz in Palo Alto. Der Konzern gehört zu den Verlierern des Umbruchs hin zu mobilen Geräten wie Smartphones. Die seit zwei Jahren amtierende Whitman hatte daraufhin eine Neuaufstellung angestoßen, bei der weltweit 34 000 Jobs wegfallen. Auch deutsche Mitarbeiter waren betroffen.

Der gesamte Umsatz im Zeitraum von November bis Januar schrumpfte kaum noch - nämlich um 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 28,2 Milliarden Dollar (20,6 Mrd Euro). Neben den PC-Verkaufen an Firmen erwiesen sich die Server als Stütze. Noch leicht rückläufig waren Software und Services sowie das PC-Geschäft mit Privatkunden und die Drucker.

Gleichzeitig griffen die Sparmaßnahmen. Der Gewinn stieg dadurch um 16 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. "Innovationen haben unser Comeback befeuert", sagte Whitman. Hewlett-Packard hatte unter anderem neue PC und Tablets sowie Mischformen aus beiden Geräten auf den Markt gebracht.

Der branchenweite Verkaufsrückgang bei PC hatte das Branchenurgestein besonders hart getroffen. Grund war ein unklarer Kurs des alten Managements, das damit Kunden verprellt hatte. Im vergangenen Jahr verlor HP den Titel des weltgrößten Computerherstellers an den chinesischen Rivalen Lenovo. Nummer drei auf dem Markt ist Dell. (dpa/mb)