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11.06.2007

Hot, Hot, Hot

Lieber Dr. T., nach dem faulen Kompromiss von Heiligendamm mache ich mir ernsthaft Sorgen wegen der globalen Erwärmung. Glauben Sie, der Klimawandel könnte sich auch negativ auf mein Ladengeschäft auswirken?

Aber natürlich! Sie sollten zittern und bibbern - auch wenn die Temperaturen nicht danach sind. Das Jahresendgeschäft als frühes und prominentes Opfer der globalen Erwärmung hatte ich bereits in der vergangenen Sprechstunde erwähnt. Wenn alle über Weihnachten am Baggersee liegen - wer soll da noch Geschenke kaufen?

Schlimmer noch als keine Kundschaft ist es aber, wenn die Leute trotz Dauersommer in Ihren Laden kommen. Die "den Temperaturen angepasste" Kleidung dürfte zu erheblichen psychischen und physischen Schäden bei Ihnen und Ihrem Personal führen. Wo sollen Sie im Beratungsgespräch noch hinsehen, angesichts kaum mehr textil verhüllter sekundärer Geschlechtsmerkmale, über Hüfthosenreste wabbelnden Babyspecks und aus Hotpants lugender Cellulite-Krater - getoppt nur noch von alabasterfarbenen, im Dunkel leuchtenden Männerbeinen? Schwere Augenschäden sind die Folge, gepaart (ha!) mit wilden Träumen jugendgefährdenden Inhaltes.

Aber wo Gefahr ist, naht auch das Rettende, sagte schon Goethe (oder war es Schiller?). Und so kommen hier die ultimativen Survival-Tipps für die Klimakatastrophe:

1. Kaufen Sie sich endlich eine Klimaanlage!

Damit können Sie Ihren Laden locker auf minus 40 Grad runterkühlen. Die von Ihnen als Kälteschutz angebotenen Kartoffelsäcke werden sich die Kunden gerne überziehen. Bevor die erste Stromrechnung kommt, sollten Sie allerdings Insolvenz angemeldet haben und ausgewandert sein - oder Sie verkaufen den Laden rechtzeitig an A&O.

2. Steigen Sie auf Eisbärenspielzeug um!

Die knuddeligen Viecher sind ja derzeit total in. Machen Sie am besten gleich eine Franchisekette auf, Arbeitstitel: "KnutsRUs". Problematisch könnte es mit der Finanzierung werden, da die Banken Ihnen mangelhafte Nachhaltigkeit vorwerfen werden - schließlich sind Ihre Kunden in 50 Jahren ausgestorben. Vielleicht hilft ja der Nobelpreisträger Mohammed Junus aus Bangladesh, der auch an völlig hoffnungslose Fälle Geld verleiht. Von so einem Bangladeshi oder einem Inder kann man sowieso viel lernen, bei denen ist es ja schon länger heiß. Übernehmen Sie aber nicht alles kritiklos vom Subkontinent. So halte ich es zwar für eine gute Idee, unter Ihren Angestellten das Kastensystem einzuführen, den Import heiliger Kühe als Litfaßsäulenersatz sollten sie aber noch einmal überdenken.

3. Besorgen Sie sich eine Joo-Janta Gefahr-O-Sensitive-Brille!

Dieses bewährte Hilfsmittel wurde zum ersten Mal von Douglas Adams in seinem Roman "Per Anhalter durch die Galaxis" erwähnt. Die Brille verdunkelt sich automatisch bei Gefahr und soll nach neuesten Erkenntnissen auch auf Geschmacklosigkeiten und bekleidungstechnische Zumutungen ansprechen. Jammern Sie jetzt nicht, Sie könnten dann nix mehr sehen und würden im Dunkeln dauernd über die Kartons im Laden fallen. Sie sollten sowieso schon lang mit dem Kistenschieben aufhören und nur noch Dienstleistungen anbieten!

Sagt Ihnen jetzt zum hundertsten Mal

Ihr Dr. T.

Dr. T.’s Sprechstunde finden Sie bis zur Klimakatastrophe alle 14 Tage in ChannelPartner und online im CP Forum.

Haben auch Sie eine heiße Frage? Dann tippen Sie mit schwitzigen Fingern eine Nachricht an thafen@channelpartner.de.