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26.02.2007

HP möbelt Unix-Geschäft auf

Um seinem Unix-Geschäft neuen Schwung zu geben, hat Hewlett-Packard (HP) jetzt die Version 3 von "HP-UX 11i" veröffentlicht und zwei Itanium-basierende Blade-Server vorgestellt.

Von Wolfgang Leierseder

Dass HP etwas für sein Unix-Geschäft tun muss, um gegenüber den Konkurrenten IBM (AIX) und Sun (Solaris) nicht weiter Marktanteile zu verlieren, ist bekannt und wurde in den letzten Monaten von der Firma auch betont. Wenn auch im Zusammenhang mit der groß angelegten Softwareinitiative "HP Software", die von dem Systemmanagement-Werkzeug "Openview" und den Geschäftsprozess-Tools der zugekauften Mercury Interactive angeführt werden soll, wobei deren Namen verschwinden werden.

Die neue UX-Version führt laut HP bedeutend schneller Applikationen aus als die Vorgängerversion. Bei Java-Applikationen spricht HP von rund 30 Prozent, bei anderen, etwa SAP, von 20 bis 25 Prozent.

Möglich macht dies ein neu programmiertes I/O-Subsystem. Es arbeitet jetzt mit multiplen Datenwegen für I/O-Prozesse, sodass Prozesse nach Lastumfang variabel verteilt werden können. Auch das Speichersubsystem trägt das seine zur Beschleunigung bei. Für das nun 100.000 TB Speicher adressierende System schrieb HP neue Compiler, die laut Firmenanga- ben Threads drei- bis viermal schneller bearbeiten als bisher. Allerdings kommen diese Vorteile allein auf Itanium-Rechnern wirklich zum Tragen. Die hauseigenen, ab nächstem Jahr nicht mehr gebauten PA-Risc-Rechner bleiben langsamer.

Des Weiteren ermöglicht UX, Applikationen Ressourcen automatisiert zuzuteilen. Damit soll dem Ausfall von Hardware vorgebeugt werden, und es lassen sich auch unterschiedliche Kapazitäten berücksichtigen. In diesem Zusammenhang neu ist HPs Idee, der Preis eines Servers solle sich nach der tatsächlichen Lastanforderung richten. Sollte der Kunde eine Serverkonfiguration erwerben, die für Spitzenlasten ausgelegt ist, bezahlt er dennoch nur so viel, wie Prozessoren und Speicher im normalen Betrieb nutzen. Spitzengebühren muss er dann fallweise zahlen.

Das hochskalierbare Betriebssystem erfuhr Neuerungen auch im Workload- und Patch-Management, bei der Verschlüsselung von Speicher- und File-Systemen sowie in der zentralen Administration aller von UX unterstützten Betriebssysteme (Linux, Windows, Open VMS). Die Software gibt es als Upgrade, als Basisversion "Foundation", als "Enterprise" (inkl. Virtualisierung) und als "Mission Critical" (inklusive Cluster-Fähigkeiten).

Intanium-Blades

Welche UX-Version der Kunde auf den zwei neuen Itanium-Blades benötigt, entscheidet er selbst. Da ist einmal der SMB-Server "rx2660". Für ab 4.931 Dollar erhält der Kunde einen beziehungsweise zwei Zwei-Kern-Rechner mit "Titan"-Chipset, getaktet mit 1,4 bis 1,6 Gigahertz, wahlweise 1 bis 32 GB Arbeitsspeicher, bis zu acht SAS-Festplatten und maximal 1,2 TB Speicherkapazität.

Eher für rechenintensive Aufgaben bietet Hewlett-Packard den neuen, acht Höheneinheiten messenden Blade-Server "BL860c" an. Er ist "für maximal 16 Dual-Core-Intel-Itanium-2-Prozessoren in einem 10U großen Gehäuse ausgelegt", so HP.

Der Arbeitsspeicher ist bis zu 48 GB groß; zwei SAS-Festplat- ten, Fibre Channel-Unterstützung und drei I/O-Erweiterungskarten enthält jeder Blade. Er wird ab März zum Einstiegspreis von 3.827 Dollar erhältlich sein.

Beide Blades werden ab der zweiten Hälfte 2007 auch Version 3 von HP-UX unterstützen.