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HPE Discover Nachlese


23.06.2016 - 

HPE stellt neue Lösungen für Docker, IoT und Helion vor und schließt Partnerschaften

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Auf der diesjährigen Discover 2016 in Las Vegas stellte HPE eine Fülle von neuen Cloud- und Hybrid-IT-Lösungen vor. Im Mittelpunkt standen Systeme mit Docker- und IoT-Unterstützung sowie die Helion-Cloud-Plattform. Auch über "The Machine" berichtete HPE Neues.

HPE will mit einer strategischen Allianz mit Docker sein Produktportfolio aufwerten und attraktiver für potenzielle Kunden gestalten. Denn mit der offenen Docker-Plattform lassen sich Anwendung auf jeder entsprechenden IT-Plattform betreiben oder vorkonfigurierte Container-Images ausliefern.

Die Partnerschaft umfasst den Vertrieb, die Entwickelung von HPE-Docker-Lösungen und den Support. Darüber hinaus hat der Hersteller erste Server mit einer Docker-Engine und Docker-Ready Converged- und Composable-Systeme angekündigt. Dazu zählen Geräte aus der ProLiant-, Apollo- und Cloudline-Familie sowie Systeme aus dem Produktbereich Synergy, BladeSystem und Converged System. Die Docker-optimierten HPE-Systeme sollen im vierten Quartal 2016 verfügbar sein.

Auf der Discover 2016 in Las Vegas stellte HPE seine neusten Produkte, Services und Partnerschaften vor.
Auf der Discover 2016 in Las Vegas stellte HPE seine neusten Produkte, Services und Partnerschaften vor.
Foto: HPE

Die Docker Partnerschaft ist strategisch auf die veränderte Nutzung von Anwendungen ausgerichtet. So prognostiziert Gartner in der Studie "Containers Will Change Your Data Center Infrastructure and Operations Strategy", dass bis 2018 bis zu 50 Prozent der entwickelten Workloads auch in einer Container-Umgebung genutzt werden. Zusätzlich arbeitet HPE an der Implementierung von Docker in sein Cloud- und Software-Portfolio, in dem das Unternehmen in die Nutzung von APIs, des Docker Plugin Frameworks und in die Docker-Datacenter-Entwicklerlizenzen investiert.

Um Digitalisierungs- und IoT-Projekt in Unternehmen zu unterstützen offeriert HPE seine erste konvergente IoT-Lösung in Form der Geräte Edgeline EL1000 und Edgeline EL4000. Diese Systeme sind in der Lage, Daten in extremen Umgebungen direkt Vorort zu erfassen, zu analysieren und zu speichern. Dabei kommt erstmals die Analytics-Plattform HPE-Vertica im Edgeline-EL4000-System zum Einsatz. Sie ermöglicht, Predictive Analytics und Machine Learning quasi in Echtzeit zu nutzen. Für eine sichere Datenübertragung setzt HPE auf den VPN-Client Virtual Intranet AccessTM (VIATM) sowie auf ClearPass von Aruba. Damit lassen sich Systeme sowohl für kommerzielle als auch für staatliche Hochsicherheits-IoT-Anwendungen nutzen.

So sieht der grundlegende Aufbau des Iot-Solution-Stacks von HPE aus.
So sieht der grundlegende Aufbau des Iot-Solution-Stacks von HPE aus.
Foto: HPE

Um IoT-Anwendungen auch über die Cloud zugänglich zu machen, hat HPE eine strategische Partnerschaft mit GE Digital angekündigt. Mit der Predix-Cloud-Plattform, einer Cloud-basierten Plattform-as-a-Service, von GE soll die Analyse von Industriedaten in einer sicheren Cloud-Umgebung möglich sein. Im Gegenzug wird HPE bevorzugter Partner für Server- und Speicher-Infrastrukturen für die Predix-Cloud-Plattform und unterstützt GE strategisch bei der Implementierung und dem Rollout der GE-Predix-Systeme.

Außerdem stellte HPE mit den IoT Transformation Workshops (TW) neue IoT-Dienstleistungen vor und kündigte die Eröffnung von vier IoT Innovation Labs an. Damit will das Unternehmen Kunden bei der Entwicklung und dem Testen neuer IoT-Lösungen unterstützen. Die vier Standorte der IoT Innovation Labs befinden sich in Houston (USA), Genf (Schweiz), Bangalore (Indien) und Singapur.

Desweitern unterzog HPE der Helion-Cloud-Plattform einer Verjüngungskur. So stellte der IT-Infrastruktur-Hersteller die Helion Cloud Suite vor. Diese Lösung vereint eine Vielzahl von hybriden Cloud-Funktionen in einer einzigen Software. So stellt die Suite Anwendern Optionen wie das Betriebs-Management, die Cloud-Orchestrierung sowie Big Data Analytics und Compliance zur Verfügung, um IT-Services für Private-, Public- oder Managed-Cloud-Umgebungen zu entwickeln.

Mit einem Update auf die Version 10 rückte die Helion CloudSystem-Lösung ins Rampenlicht. Dabei handelt es sich um eine vorkonfigurierte Hardware/Software-System, die das Hosting, die Automation und die Orchestrierung von herkömmlichen Anwendungen und Cloud-Workloads übernimmt, um Private- oder Hybrid- Clouds aufzubauen. HPE Helion CloudSystem 10 setzt sich aktuell aus folgenden Komponenten zusammen: HPE Helion OpenStack 3.0, HPE Cloud Service Automation 4.6 sowie HPE Helion Stackato 4.0. Unterstützung von HPE OneView 3.0. Zusätzlich unterstützt es bereits das Management-Werkzeug HPE OneView in der neuen Version 3.0, dass neben einem neuen Dashboard auch ein vereinfachtes End-to-End-Management von heterogenen Netzwerkswitches und weitere Erweiterungen beinhaltet.

Im Rahmen seiner Produktofensive veröffentlichte HPE Helion Stackato 4.0. Die offene Multi-Cloud Platform-as-s-Service-Lösung (PaaS) hilft dem Nutzer bei der Entwicklung von eigenen Cloud-Anwedungen. Neu in der aktuellen Version sind zum Beispiel: Unterstützung von Container-Technologien, Cloud-Foundry-Services sowie Workflows für Continuous Integration/Continuous Delivery (CI/CD). Darüber hinaus bietet Stackato 4.0 unter anderem ein zentrales Monitoring, eine Logging-Funktion und eine Multi-Cloud-Steuerungsebene.

Nach Angaben von HPE sollen HPE Helion Cloud Suite, HPE Helion CloudSystem 10, HPE Helion Stackato 4.0 und HPE Helion Cloudline 3100 in der zweiten Jahreshälfte 2016 erhältlich sein.

Zu den neuen Angeboten rund um die Helion-CloudSystem-Infrastruktur meint Bill Hilf, Senior Vice President und General Manager für HPE Cloud: "Es gibt kein Unternehmen, das eine Einheitslösung für die Cloud hat. Jeder Kunde wünscht sich Lösungen, mit denen er sein Unternehmen schneller voranbringen und über das gesamte Anwendungsspektrum hinweg Kosten einsparen kann."

Die Helion Cloud Site und die Helion-CloudSystem-10-Lösung im Detail.
Die Helion Cloud Site und die Helion-CloudSystem-10-Lösung im Detail.
Foto: HPE

Neu in sein Cloud-Produktportfolio hat HPE den Storage-Server Cloudline 3100 aufgenommen, der besonders für Hadoop/Cassandra-Workloads geeignet sein soll. Zudem hat der Hersteller das HPE 3PAR StoreServ Flash-Portfolio mit aktuellen Updates ausgestattet. Das System unterstützt jetzt SSDs mit hoher Speicherdichte (7,68 und 15,36 TByte) und bietet Docker-Integration. Der überarbeitete HPE Recovery Manager Central (RMC) unterstützt neben VMware, Microsoft SQL und alle Microsoft-VSS-fähigen Anwendungen auch Oracle-Datenbanken, SAP HANA und 3PAR File Persona und bietet erweiterte Datensicherheit bei Snapshots vom 3PAR-Flash-Speicher.

Um das Projekt "The Machine" weiter voranzutreiben hat HPE jetzt eine The-Machine-Distribution, bestehend aus vier Entwicklerwerkzeuge, für die Plattform vorgestellt und diese der Open Source Community zur Verfügung gestellt. Damit erhofft sich HPE, dass The Machine schneller zur Nutzungsreife gelangt. Zurzeit arbeiten an dem Projekt nur wenige ausgewählte Entwickler an diesem Projekt, so sodass die neuartige Computerarchitektur nur langsame Fortschritte aufweist.

Daneben stellte der Infrastruktur-Lieferant auf der Discover 2016 zahlreiche Technologie-Services für IT-Transformation und Workload-Migration vor. I Einzelnen sin das: HPE Workload Portability Services, HPE Workload Modernization Consulting Services, HPE Cloud Native Agile Development Services und HPE Cloud Broker Consulting Services.

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