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28.10.2015 - 

Produkt- und Technologiegeschäft

IBM übernimmt The Weather Company

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
IBM will den Wetterdienstleister The Weather Company größtenteils kaufen, bis auf den Fernsehsender The Weather Channel.

IBM will einer Mitteilung zufolge die B2B-, mobilen und Cloud-basierten Web-Angebote der Weather Company (unter anderem WSI, weather.com, Weather Underground) und deren Marke übernehmen. Vom TV-Geschäft mit The Weather Channel lässt "Big Blue" die Finger, bindet den Wettersender aber über einen langfristigen Vertrag für Vorhersagedaten und Analytics an sich. Technologie und Expertise beider Unternehmen soll überdies die Grundlage für die neue Watson-IoT-Sparte und -Plattform bilden. In diesem Bereich hatte IBM im Frühjahr ein 3-Milliarden-Dollar-Commitment abgegeben.

Bob Picciano von IBM und Weather-Company-Chef David Kenny (r.) auf der IBM Insight Conference in Las Vegas
Bob Picciano von IBM und Weather-Company-Chef David Kenny (r.) auf der IBM Insight Conference in Las Vegas
Foto: IBM

Finanzielle Details der geplanten Übernahme wurden nicht mitgeteilt. Dass sie offenbar anstand, hatte das Tech-Blog "Re/code" bereits vor gut einer Woche kolportiert. Zuletzt gehörte The Weather Company den beiden Beteiligungsfirmen Blackstone und Bain Capital sowie NBCUniversal, die zusammen 3,5 Milliarden Dollar für die Wetterfirma gezahlt hatten und schon seit rund einem Jahr auf der Suche nach einem Käufer waren.

IBM und die Weather-Company hatten früher in diesem Jahr eine strategische Partnerschaft angekündigt, in deren Rahmen unter anderem Big Blue Wetterdaten für seine Kunden anbieten und The Weather Company ihre B2B-Datenplattform in IBMs SoftLayer-Rechenzentren umziehen wollte.

Die Cloud-gestützte Datenplattform der Weather Company treibt nach Angaben von IBM die viertmeistgenutzte mobile App der USA an und verkraftet täglich 26 Milliarden Anfragen. IBM will sie auch für andere Big-Data-Analytics- und "Cognitive-Computing"-Einsatzszenarien insbesondere im IoT-Bereich einsetzen.

Die Vorhersagemodelle der Weather Company analysieren Daten aus drei Milliarden Referenzpunkten, mehr als 40 Millionen Smartphones und täglich 50.000 Flügen und beliefert mehr als 5000 Kunden aus Bereichen wie Medien, Luftfahrt, Energie, Versicherungen und Behörden mit datengetriebenen Produkten und Dienstleistungen. Die Webseiten der Weather Company verarbeiten das siebenfache Volumen der führenden Suchmaschine weltweit (wohl nicht Bing, Anm. d. Red.) und verzeichnen monatlich 82 Millionen Unique Visitors. IBM will auch die digitale Werbeplattform der Weather Company weiterentwickeln und damit zusätzliche werbefinanzierte Consumer- und Business-Lösungen anbieten.

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