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21.08.2006

IBM und Open Source

21.08.2006
Auf der Linuxworld in San Francisco machte IBM deutlich, dass es sein Engagement im Open-Source-Bereich ausweiten wird. Der IT-Riese will sich neue, auch SMB-Geschäftsfelder erschließen.

Von Wolfgang Leierseder

"Wir werden bei Open Source genauso kühn und aggressiv sein wie bei Linux", sagte Scott Handy, IBMs Vizepräsident für Linux und Open Source, in San Francisco. "Wir intensivieren unser Engagement in der Open-Source-Gemeinde durch die Ausweitung der Entwicklungsarbeit in Schlüsselbereichen." Laut Handy sind viele Unternehmen bereits auf der Suche nach Managementwerkzeugen für gemischte Umgebungen, in denen Linux-Server ihre Dienste tun. Ebenso würden Unternehmen in den nächsten drei Jahren Linux-Anwendungen auf den Front-End-Systemen entdecken, insbesondere SMB- und sogenannte BRIC-Unternehmen (Brasilien, Russland, Indien und China).

Der IT-Riese und erklärte Linux-Verfechter kündigte an, neue Geschäftsfelder in den Segmenten Hardware, Software und Dienstleistung auftun zu wollen. Dazu zählen eigenen Angaben zufolge Apache-Projekte wie der Geronimo-Server, die hauseigene, allerdings nicht Open-Source-gelabelte Datenbank "DB2 Express-C", Middleware-Produkte ("WebSphere Community Edition", WAS) und Entwicklungs-Tools auf Basis der "Rich-Client-Plattform" von Eclipse, wobei diese plattformübergreifend die Notwendigkeit verschiedener Softwareportierung ausschalten soll. Ferner gehören dazu Systemmanagement (Tivoli), Grid Computing (Open Grid Services Architecture), Storage-Projekte wie zum Beispiel Aperi, offene Hardwarearchitekturen sowie die Förderung des Open-Source-Einsatzes bei Kunden durch Beratung und Dienstleistungen. Zugleich unterstrich IBM sein Engagement in den Bereichen Kernel-Entwicklung, Virtualisiserungstechniken, Linux-Integration des Cell-Prozessors und Sicherheit.

Laut Unternehmensangaben arbeiten 600 Programmierer an 40 Standorten für IBM an Linux-Entwicklungen, und rund 9.000 "Global Services"-Berater beschäftigen sich mit Linux. Etwa 15.000 Kunden setzen demnach bereits auf Linux-Produkte. IBM schätzt den Markt insgesamt auf fast sieben Milliarden Dollar. Hausintern werde man der Softwareabteilung die Aufgabe zuteilen, Open-Source-Angebote zu machen. Bis dato war eine eigene Linux-Mannschaft segmentübergreifend für diese Angebote verantwortlich. Der indirekte Kanal sei hier gefordert, erklärte Handy.

Gleichzeitig gab IBM auf der Konferenz bekannt, es werde nach Notes auch Lotus Sametime auf Linux portieren.