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23.10.2009

IG Metall fordert Infineon zu Tarifverhandlungen auf

NEUBIBERG (Dow Jones)--Rund ein Jahr nach dem Austritt des Halbleiterherstellers Infineon aus dem Arbeitgeberverband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie will die IG Metall mit dem Unternehmen wieder über einen Tarifvertrag verhandeln. "Wir fordern Infineon zur Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen auf", sagte ein Sprecher der IG Metall am Freitag zu Dow Jones Newswires.

NEUBIBERG (Dow Jones)--Rund ein Jahr nach dem Austritt des Halbleiterherstellers Infineon aus dem Arbeitgeberverband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie will die IG Metall mit dem Unternehmen wieder über einen Tarifvertrag verhandeln. "Wir fordern Infineon zur Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen auf", sagte ein Sprecher der IG Metall am Freitag zu Dow Jones Newswires.

Infineon hatte am 12. November 2008 seinen Austritt aus dem Arbeitgeberverband mitgeteilt und diesen mit der angespannten Marktsituation begründet. In einer Tabelle rechnet die Gewerkschaft vor, wie viel Einkommen die Mitarbeiter des DAX-Konzerns seither eingebüßt haben. Zwischen 1.350 EUR und 2.648 EUR bewege sich "der akkumulierte Verlust zum 01. November 2009" wie es auf Flugblättern heißt, die von der IG Metall an den Unternehmensstandorten verteilt wurden.

Dabei müssen sich die Mitarbeiter wohl auch in den nächsten Monaten auf Einschnitte gefasst machen. Die Infineon-Führung hat ihre Belegschaft im September auf harte Zeiten eingestimmt, wie aus einer E-Mail an die Mitarbeiter des Konzerns hervorgeht, die Dow Jones Newswires vorliegt.

Darin benennt Infineon-Vorstandsvorsitzender Peter Bauer zusammen mit seinen Vorstandskollegen Hermann Eul, Reinhard Ploss und Marco Schröter das Ziel, "ein operatives Ergebnis (Segment Profit) von mehr als 10% vom Umsatz zu erreichen". In Medienberichten nannte Bauer zuletzt 10% Ergebnismarge als Ziel. "Wir wollen und müssen dauerhaft mehr als 10% Segment Profit erreichen", heißt es in der E-Mail an die Belegschaft. Ein Infineon-Sprecher wollte auf Anfrage keinen Zeitpunkt nennen, ab dem dieses Ziel erreicht werden soll.

Da der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken und eine kurzfristige Markterholung auf Vorjahresniveau nicht in Sicht sei, "müssen wir unsere Kostenstrukturen anpassen, um das gesetzte Ertragsziel auch bei einem niedrigeren Umsatzniveau zu erreichen", schreiben die Vorstände in Ihrer Mitteilung.

Infineon rechnet der Mitteilung zufolge mit einer "längerfristigen veränderten Marktlage" und will nun eine fundierte Bestandsaufnahme der "aktuell zwar erheblich verbesserten, aber dennoch nicht ausreichenden Kostensituation" durchführen. Auf dieser Basis würden dann neue Ziele und entsprechende Maßnahmen "definiert und umgesetzt, um die Profitabilität von Infineon auch bei einem niedrigeren Umsatzniveau abzusichern". Spätestens Ende des Jahres will der DAX-Konzern die Analyse beenden und die Mitarbeiter über Ziele und Maßnahmen informieren.

Im Zuge des Programms IFX10+ hatte der Halbleiterhersteller bereits gut 3.000 seiner etwa 29.000 Stellen abgebaut. Zuletzt konnte der Konzern dank einer verbesseren Auftragslage die Kurzarbeit in seinen Werken aber wieder beenden. "Uns ist bewusst, dass wir mit der Ankündigung eines weiteren Kostensenkungsprogramms die Organisation erneut unter 'Stress' setzen", schreiben die Vorstände. Sie wollen ihre Mitarbeiter in der E-Mail "darauf vorbereiten, dass wir alle Möglichkeiten prüfen und keine Maßnahmen ausschließen können".

Webseite: www.infineon.com - Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/kla Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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