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30.04.2007

IG Metall weitet Warnstreiks aus

FRANKFURT (AP)--Im Tarifkonflikt der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die Gewerkschaft IG Metall am Montagmorgen ihre Warnstreiks verschärft. Im Mercedes-Werk in Düsseldorf legten etwa 900 Beschäftigte die Arbeit nieder, wie ein IG-Metall-Sprecher sagte. Bei weiteren Aktionen am Montag sollten sich allein in Nordrhein-Westfalen mehrere Tausend Arbeitnehmer an den Protestaktionen beteiligen. Im badischen Rastatt legten der Gewerkschaft zufolge bereits am frühen Morgen 800 Beschäftigte die Arbeit nieder.

Die Warnstreiks sollen zur Wochenmitte unmittelbar vor Beginn der nächsten Verhandlungsrunde zu Massenprotesten anschwellen. Am Donnerstag kommen um 16.00 Uhr in Sindelfingen IG Metall und Arbeitgeber zur nächsten Gesprächsrunde für den Südwesten zusammen, bei denen IG Metall und Arbeitgeber nach eigenem Bekunden den Durchbruch für die gesamte Branche erzielen wollen. Am frühen Sonntagmorgen war die Friedenspflicht zu Ende gegangen. Hunderte Metaller traten in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Berlin in erste Warnstreiks.

Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der bayerischen Metall- und Elektroindustrie, Bertram Brossardt, hat unterdessen der IG Metall mangelnde Kompromissbereitschaft in den Tarifverhandlungen vorgeworfen. "Wir wollen, dass man zügig zum Ende kommt, aus unserer Sicht hätte das schon in der Friedenspflicht passieren sollen", sagte Brossardt am Montag dem Radiosender Bayern2. Wer jetzt keine Lösung wolle, der schade nicht nur den Unternehmen, sondern auch dem Aufschwung und dem Standort Deutschland. Das Angebot der Arbeitgeber bezeichnete Brossardt als "ordentlichen Lösungsvorschlag". Da die Metall- und Elektroindustrie 70% ihrer Produkte ins Ausland liefere, müsse sie wettbewerbsfähig bleiben.

Die Arbeitgeber bieten bislang 2,5% mehr Entgelt sowie einen Konjunkturzuschlag von 0,5%, der auf ein Jahr befristet sein soll. Die Gewerkschaft beharrt dagegen auf 6,5% mehr Lohn. Eine Einigungsmöglichkeit könnte in einem zweigeteilten Tarifvertrag mit einer längeren Laufzeit liegen, wie Vertreter von IG Metall und Gesamtmetall am Wochenende andeuteten.

DJG/AP/ddp/sgs

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