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17.09.2010

Infineon schraubt nach Wireless-Verkauf langfristige Margenziele nach oben

Von Matthias Karpstein und Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

Von Matthias Karpstein und Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Infineon Technologies AG schraubt nach dem Verkauf ihrer Mobilfunkchipsparte an den US-Konzern Intel die Margenerwartungen nach oben. Als langfristiges Ziel für die Bruttomarge sieht der DAX-Konzern nun einen Wert im niedrigen 40-Prozent-Bereich, wie aus einer Präsentation auf der Internetseite des Unternehmens hervorgeht. Bislang galt ein Wert im hohen 30-Prozent-Bereich auf lange Sicht als Ziel.

Auch bei der Rendite des Segmentergebnisses sieht Infineon durch die Veräußerung der Wireless-Chips (WLS) eine Verbesserung, da die Marge der verkauften Sparte unter dem Konzernschnitt lag. Im dritten Quartal erreichte das Segment eine Rendite von rund 7%, der Gesamtkonzern lag mit 13,5% fast doppelt so gut.

Langfristig sieht das Unternehmen aus Neubiberg deshalb nun eine Segmentergebnismarge im hohen 10-Prozent-Bereich; bislang wurde nur ein mittlerer 10-Prozent-Bereich angepeilt.

Die Erwartungen an das in zwei Wochen endende Geschäftsjahr 2009/10 hat Infineon nach dem WLS-Verkauf ebenfalls angepasst. Der Umsatz soll nun ohne die Mobilfunkchips rund 3,2 Mrd EUR erreichen, vor dem Verkauf wurde mit etwa 4,5 Mrd EUR gerechnet. Infineon erwartet durch die Veräußerung im laufenden Geschäftsjahr also eine Umsatzeinbuße von rund 1,3 Mrd EUR, langfristig soll diese Lücke aber auf etwa 1 Mrd EUR geschlossen werden.

Denn beim Erlös will Infineon langfristig über 4 Mrd EUR liegen, wie es in der Präsentation heißt. Vor dem Spartenverkauf hatte man noch rund 5 Mrd EUR erwartet. Die WLS-Sparte hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 einen Umsatz von 917 Mio EUR eingefahren.

Für rund 1,4 Mrd USD hatte Infineon Ende August die Sparte für Mobilfunkchips an den Wettbewerber Intel weitergereicht. Den außerordentlichen Gewinn der Transaktion, die Infineon im ersten Quartal des kommenden Geschäftsjahres abschließen will, hatte CEO Peter Bauer zuletzt auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag beziffert.

Webseite: www.infineon.com -Von Matthias Karpstein und Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/phg/brb

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