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07.06.2010

INTERVIEW/EADS-Tochter Premium-Aerotec auf gutem Weg für Verkauf

Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES

Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES

BERLIN (Dow Jones)--Die EADS-Tochter Premium Aerotec, die aus der Ausgliederung von früheren Werken des Luft- und Raumfahrtkonzerns entstanden war, befindet sich nach Einschätzung ihres Managements auf einem sehr guten Weg. Ende 2012 will der Luftfahrtzulieferer so aufgestellt sein, dass er entweder von der Mutter EADS an einen Interessenten verkauft oder an die Börse gebracht werden kann. Schon im laufenden Jahr ist ein ausgeglichenes operatives Ergebnis geplant. "Wir erwarten 2010 einen Umsatz von 1,2 Mrd EUR und beim EBIT eine schwarze Null", sagte Geschäftsführungsvorsitzender Hans Lonsinger am Montag zu Dow Jones Newswires.

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hatte bei der Gründung des Unternehmens mit den Betriebsräten vereinbart, dass es innerhalb der nächsten drei Jahre nur für "solide" Investoren bis zu einer Beteiligungshöhe von 49,9% offen sei. Nach Ablauf dieses Zeitraums könnte sich EADS von seiner Tochter trennen.

Den Einstieg eines konzernfremden Investors vor Ablauf dieses Zeitraums hält Lonsinger für unwahrscheinlich. "Das Unternehmen wird erst interessant, wenn es rund läuft, die Weltwirtschaft sich stabilisiert hat und wir unsere Hausaufgaben erledigt haben", sagte der Geschäftsführer. "Wir werden jeden Tag wertvoller".

Lonsingers Aufgabe ist es, aus den zunächst drei und aktuell vier bestehenden deutschen EADS- und Airbus-Standorten ein integriertes Unternehmen zu schmieden. "Wir sind fest davon überzeugt, dass wir das schaffen", sagte er. Das Unternehmen verfüge über ein ausgezeichnetes technisches Know-how, motivierte Mitarbeiter und technisch ausgereifte Produktionsstätten. Die Standorte befinden sich in Augsburg, Varel, Nordenham und Bremen.

EADS hatte in den vergangenen Jahren versucht, Käufer für diese Werke zu finden, hatte aber nicht die richtigen Partner gefunden. Es folgte die Gründung der Volltochter, in die zunächst Augsburg, Nordenham und Varel eingebracht wurden. Der Standort Bremen kam jüngst dazu.

Gerade in Bau ist der erste Auslandsstandort in Rumänien. Hier sollen einfache Bauteile aus Metall gefertigt werden. "Wir wollen dort von den geringeren Kosten profitieren", sagte Lonsinger.

Premium Aerotec produziert seit seiner Gründung am 1. Januar 2009 nicht nur für Airbus und EADS. Er liefert seine Teile auch an den Airbus-Mitbewerber Boeing. "Wir sollen uns auf dem Weltmarkt umsehen", sagte Lonsinger. In den nächsten Jahren sei es sogar denkbar, dass bei Premium Aerotec gefertigte Teile an Automobilunternehmen, Maschinenbauer und Energieanlagenproduzenten geliefert würden.

Auch weitere Auslandsstandorte sind für Lonsinger kein Tabu. Diese würden sich aber erst dann ergeben, wenn das Unternehmen neue Aufträge erhalte. Denkbar sind dann für ihn auch Produktionsstätten im Dollar-Raum.

Die Aufgabe von Standorten in Deutschland ist nicht geplant. "Wir erhalten unsere Luftfahrtproduktionsstätten", sagte Lonsinger. Jedes einzelne Werk produziere sehr spezifische und hochwertige Teile. Die Produkte der Standorte werden nicht zur Weiterverarbeitung von einem Werk ins andere geliefert, sondern gehen direkt an die Flugzeughersteller.

Webseite: www.premium-aerotec.com -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/jhe Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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