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29.10.2009

INTERVIEW/SAP sieht keine abrupte Konjunkturerholung

Von Philipp Grontzki und Flemming Emil Hansen

Von Philipp Grontzki und Flemming Emil Hansen

DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT/WIEN (Dow Jones)--Der Entwicklungsvorstand des Softwarekonzerns SAP, Jim Hagemann Snabe, zeigt sich mit Blick auf die aktuelle Konjunkturlage zurückhaltend. "Ich kann nicht mit Gewissheit sagen, ob die Wirtschaft die Talsohle bereits durchschritten hat und sich auf dem Weg der Besserung befindet", sagte Hagemann Snabe im Gespräch mit Dow Jones Newswires. Er sehe aber mehr den Trend zu Optimismus als zu Pessimismus.

Mit einem abrupten Aufschwung wird die Krise seiner Einschätzung nach nicht enden. "Ich denke, es ist angemessen zu sagen, dass es keinen schnellen Aufschwung geben wird", sagte Hagemann Snabe. Die Konjunktur verlaufe aktuell in einer U-Form. "Wahrscheinlich sprechen wir von einem breiteren U".

Am Mittwoch hatte der Hersteller von Unternehmenssoftware aus dem badischen Walldorf seine Aktie mit schlechter als erwarteten Drittquartalszahlen und einer erneut gesenkten Prognose für seine Kernerlöse auf Talfahrt geschickt. Daneben gab sich das Management mit Blick auf die Geschäftsaussichten zurückhaltender als zuletzt.

So sagte Finanzvorstand Werner Brandt, es gebe zwar Zeichen einer Stabilisierung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds, aber das Geschäftsumfeld für SAP bleibe weiter herausfordernd. Vorstandssprecher Léo Apotheker hatte Ende Juli noch gesagt, die Kunden schauten wieder etwas optimistischer in die Zukunft, und auch Vertriebsvorstand Bill McDermott meinte Anfang September, dass sich das Marktumfeld wieder verbessere.

SAP hat seit dem Kollaps von Lehman Brothers im September 2008 mit der anhaltenden Investitionsunlust von Unternehmen zu kämpfen. Als Folge hat das Unternehmen umfangreiche Sparmaßnahmen eingeleitet, unter anderem einen Stellenabbau.

Nach Angaben vom Mittwoch rechnet SAP für 2009 damit, dass die Software- und softwarebezogenen Serviceumsätze - also im Wesentlichen die Lizenz- und Wartungserlöse - gegenüber dem Vorjahr um 6% bis 8% sinken. Die zuletzt ausgegebene Margenprognose wurde dabei bestätigt.

SAP hatte den Margenausblick Ende Juli aufgrund der laufenden Kosteneinsparungen auf eine Spanne zwischen 25,5% und 27% erhöht, damals zugleich aber die Erwartung für die Software- und softwarebezogenen Serviceumsätze auf ein Minus von 4% bis 6% gesenkt. Ursprünglich hatte SAP im Januar für 2009 eine operative Marge von 24,5% bis 25,5% unter der Annahme prognostiziert, dass die Kernumsätze stabil bleiben bzw um maximal 1% sinken.

SAP legt bei seinem Ausblick um Wechselkurseinflüsse bereinigte Non-GAAP-Zahlen zugrunde. Diese beinhalten auch bestimmte Umsätze der zugekauften Gesellschaft Business Objects, die SAP nach US-GAAP nicht in voller Höhe ausweisen darf. Daneben sind sie bereinigt um akquisitionsbedingte Aufwendungen. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern auf dieser Basis eine operative Marge von 28,4%.

Webseite: www.sap.com -Von Philipp Grontzki und Flemming Emil Hansen, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107; tmt.de@dowjones.com DJG/phg/jhe

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