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23.04.2009

INTERVIEW/Wincor Nixdorf will mittelfristig von Krise profitieren

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen Wincor Nixdorf will von der aktuellen Wirtschaftskrise profitieren. Das Unternehmen werde in der mittleren Frist seinen Nutzen aus den gegenwärtigen Restrukturierungsbemühungen von Banken und Handelsunternehmen ziehen, sagte Eckard Heidloff, Vorstandsvorsitzender des MDAX-Konzerns, am Donnerstag in einem Interview mit Dow Jones Newswires.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen Wincor Nixdorf will von der aktuellen Wirtschaftskrise profitieren. Das Unternehmen werde in der mittleren Frist seinen Nutzen aus den gegenwärtigen Restrukturierungsbemühungen von Banken und Handelsunternehmen ziehen, sagte Eckard Heidloff, Vorstandsvorsitzender des MDAX-Konzerns, am Donnerstag in einem Interview mit Dow Jones Newswires.

Zwar habe die aktuelle wirtschaftliche Situation sowohl im Retailbanking als auch in der Handelsbranche Spuren bei der Investitionsbereitschaft hinterlassen, und die sinkenden Budgets hätten Wincor Nixdorf im Hardware-Geschäft eine "Durststrecke" beschert. Doch wegen der Krise dürfte der Faktor Kostenoptimierung aber auch künftig im Vordergrund stehen, schätzt Heidloff. Davon werde Wincor-Nixdorf mit seinen auf Prozessoptimierung ausgerichteten Konzepten profitieren.

Im Software-/Services-Segment spielt die Wirtschaftsflaute Wincor Nixdorf bereits jetzt in die Hände. Der Geschäftsbereich entwickelt sich nach Aussage des Managers aktuell "sehr, sehr stabil". Heidloff rechnet daher für das gesamte Geschäftsjahr 2008/09 mit einem Wachstum in diesem Geschäftsbereich.

Heidloff hat sich vorgenommen, den Konzernumsatz künftig je zur Hälfte in beiden Segmenten zu erwirtschaften. Im gerade abgeschlossenen zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 erzielte Wincor Nixdorf noch 58% seiner Einnahmen mit Hardware-Aufträgen.

Der Vorstandsvorsitzende hält die mittelfristigen Wachstumsaussichten des MDAX-Konzerns für intakt. Nach dem Ende der Krise gebe es "einige riesige Chance", die mittelfristigen Zielsetzungen zu erreichen. Allerdings sei es sehr schwer, einzuschätzen, wann die aktuelle Flaute zu Ende gehe.

Mittelfristig peilt der Paderborner Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen im Durchschnitt ein Plus von 6% beim Umsatz und eine Steigerung des operativen Ergebnisses vor Abschreibungen auf Produkt-Know-how (EBITA) von 8% pro Jahr an. In Mittel der den vergangenen Jahre lagen die Steigerungsraten nach Aussage Heidloffs bei etwa 10% bzw. 16%.

Wincor Nixdorf hat am Morgen trotz einer verlangsamten Geschäftsentwicklung überraschend gute Zweitquartals- und Halbjahreszahlen vorgelegt und seine Prognose für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr 2008/09 bestätigt. Die Paderborner wollen Einnahmen und operatives Ergebnis in etwa auf dem Vorjahresniveau halten.

Einige Marktteilnehmer zeigten sich von den Zahlen und der Prognosebestätigung überrascht, da in den vergangenen Wochen wiederholt Spekulationen über eine Gewinnwarnung kursiert hatten. Basis dafür waren Aussagen von Heidloff, der sich bezüglich der Geschäftsaussichten zuletzt pessimistischer gezeigt hatte als noch zu Jahresbeginn.

Im Gespräch mit Dow Jones Newswires sagte der Vorstandsvorsitzende, Wincor Nixdorf werde im zweiten Geschäftshalbjahr hart kämpfen müssen, um die Planziele zu erreichen, da in den Quartalen drei und vier eine weitere Abschwächung des Geschäfts zu erwarten sei.

Webseite: http://www.wincor-nixdorf.com/ -Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 297 25 111, nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/rio Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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