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19.06.2006

Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört!

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 

Nicht etwa das Gehaltsgefälle West/Ost oder die Fans von Bayern und 1860, nein, T-Online und die Telekom AG alias T-Com sind wieder eins. Die verlorene Tochter kehrt zurück in den entpersonalisierten Schoß der Mutter, bereit, die nächste Runde Arbeitsplatzvernichtung einzuläuten.

Und für uns als Kunden hat das natürlich nur Vorteile. Mit "gebündelten Kräften" sollen wir jetzt "alles aus einer Hand" erhalten. Keine Unterschiede soll es mehr zwischen Telekom- und T-Online-Leistungen geben. Wenn es so perfekt läuft wie für uns, die wir diese Leistungen verkaufen sollen, dann gute Nacht, rosarotes Deutschland!

Vor wenigen Tagen erhielt ich eine Mail, dass der von mir als T-Online-Activepartner vermittelte DSL-Anschluss nicht zur Terminabsprache an die Telekom weitergeleitet werden kann. Darum muss sich der Kunde selbst kümmern. Auch die günstige Installationspauschale von 49 Euro kann von uns für den Kunden nicht gebucht werden. Von einer Änderung des Anschlusses von ISDN zu Analog ganz zu schweigen. Dass es geht, hatte man mir wenige Minuten vorher telefonisch zugesagt - wenn auch nur ausnahmsweise. Typisch, oder?

Vielleicht sollten vollmundige Rundschreiben erst einmal innerhalb des Konzerns bekannt gemacht werden, bevor sie an die Kunden und Partner gehen. Liest man die Einstellungsvoraussetzungen des Konzerns bei Stellenausschreibungen, könnte man meinen, dass sich dort die geistige Elite versammelt. Die Realität zeigt jedoch ein anderes, sehr ernüchterndes Bild.

Vielleicht sind all diese Jobs auch nur ein PR-Gag, und es werden noch immer bedauernswerte Beamte hin- und hergeschoben, wer weiß? Jedenfalls wurde mit der Telekom AG ein Beispiel erstellt, das zeigt, was passiert, wenn die Nachteile des freien Marktes mit den Nachteilen eines Staatsbetriebes vereint werden.

Mein Fazit: Mag sein, dass die Telekom AG einer der mächtigsten Kon- zerne ist, aber macht es die Masse aus? Ein Brontosaurus ist ebenfalls imposant ...

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ComputerPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.