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23.07.2009

Jung erwartet vier Jahre Verspätung beim A400M - FAZ

FRANKFURT (Dow Jones)--Das Militärtransportflugzeug A400M wird vielleicht noch später geliefert als erwartet. "Es sieht so aus, dass der A400M sich um vier Jahre verzögert", sagte der Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ - Freitagausgabe) laut Vorabbericht vom Donnerstagabend. Zuvor habe die Bundesregierung vor einem halben Jahr noch mit einer Verspätung um "mindestens 18 Monate" gerechnet.

FRANKFURT (Dow Jones)--Das Militärtransportflugzeug A400M wird vielleicht noch später geliefert als erwartet. "Es sieht so aus, dass der A400M sich um vier Jahre verzögert", sagte der Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ - Freitagausgabe) laut Vorabbericht vom Donnerstagabend. Zuvor habe die Bundesregierung vor einem halben Jahr noch mit einer Verspätung um "mindestens 18 Monate" gerechnet.

Der Hersteller Airbus Military soll eine weitere Fristverlängerung bis Ende dieses Jahres erhalten, um ein Konzept vorzulegen, schreibt die Zeitung. Am Freitag wollen die Minister der sieben Bestellernationen bei Nizza über das Flugzeug beraten. Zu den Bestellerländern gehören Deutschland (60 Flugzeuge), Frankreich (50), Spanien (27), Großbritannien (25), Türkei (10), Belgien (7) und Luxemburg (1).

Jung sprach sich dafür aus, an dem Projekt ohne Abstriche festzuhalten. "Wir werden weiterhin darauf dringen, dass der Umfang von Kosten und Leistungen gewahrt bleibt. Der Vertrag muss eingehalten werden." Der Vertrag gebe den Bestellernationen die Möglichkeit, die Bestellung wegen der Verzögerung zu kündigen. Für EADS würde das eine Zahlung von knapp 6 Mrd EUR nach sich ziehen, sagte Jung. Auch bei Fortsetzung des Projektes ergäben sich nach dem Vertrag Konsequenzen für den Hersteller "bis hin zu Vertragsstrafen", so Jung weiter.

Er fordert nun von Airbus Transparenz. Seiner Einschätzung nach wird man sich auf dem Treffen in Nizza darauf verständigen, einen weiteren Weg zu gehen. "Das heißt aber nicht, dass wir nicht noch aus dem Vertrag aussteigen könnten. Bis zum Ende dieses Jahres kann der Vertrag immer noch gekündigt werden, wenn EADS nicht den Forderungen entspricht. Die sieben Nationen zusammenzuhalten und gemeinsam zu einer Entscheidung zu kommen, darum geht es jetzt", so Jung weiter.

Eigentlich hätten nach dem Vertrag von 2003 die ersten einsatzfähigen A400M im Oktober dieses Jahres an Frankreich geliefert werden sollen, der Zulauf in die Bundeswehr sollte ein Jahr später beginnen.

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