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15.10.2007 - 

Netcleanse-Partner installiert preiswerte Anti-Spam-Lösung

Kein Mail-Müll bei Greenpeace energy

Auch gemeinnützige oder dem Umweltschutz verpflichtete Organisationen sind vor Spam nicht gefeit. So erging es Greenpeace Energy, bis dort ein Hamburger IT-Dienstleister für Abhilfe sorgte.

Von Dr. Ronald Wiltscheck

Manchmal braucht es nicht viel Verkaufskunst, um den Kunden von den Vorteilen einer IT-Lösung zu überzeugen. Es reicht oft, dem Interessenten ein Testgerät samt Software für ein paar Tage zu überlassen, und schon ist dieser Kunde bereit, dieses System zu kaufen. So einfach verläuft zuweilen der Verkaufszyklus bei Antispam-Lösungen. Vorher viel Spam, nachher kaum, und schon ist der Kunde bereit, mehrere Tausend Euro für einen derartigen Filter auszugeben.

Genau nach diesem Schema lief es auch bei Greenpeace Energy. Der Anbieter von aus Sonne, Wind und Wasserkraft gewonnenem Strom hatte im Spätsommer dieses Jahres massive Probleme mit dem Spam-Aufkommen auf seinem selbst gehosteten Mail-Server. Daraufhin kontaktierte die Genossenschaft den IT-Dienstleister, mit dem man seit Jahren gut zusammengearbeitet hat.

Nach dem Informatikstudium hat Torsten Oestmann die Firma von seinem Vater übernommen.
Nach dem Informatikstudium hat Torsten Oestmann die Firma von seinem Vater übernommen.
Foto: Ronald Wiltscheck

Es war die Oestmann GmbH, ein bereits seit 1975 bestehendes EDV-Unternehmen aus Hamburg, das Greenpeace Energy auch diesmal aus der Patsche half. Seltsamerweise bekam auch der IT-Dienstleister seit Mitte dieses Jahres ungewöhnlich viel Spam-Mails, die von dem dort eingesetzten Filter nicht erfasst wurden. Daraufhin hat sich der Firmeninhaber Torsten Oestmann entschlossen, die Software von Netcleanse selbst zu testen. Deren kanadischer Hersteller ist auch in Deutschland vertreten durch die Intradus GmbH in Ahaus. Den dortigen Vertriebsleiter Markus Berger wiederum kannte Oestmann noch aus dessen Tätigkeit bei Tobit.

Denn bereits seit zehn Jahren agiert der Hamburger IT-Dienstleister als zertifizierter Tobit-Solution-Partner am Markt. Aber selbstredend vertreibt und installiert Oestmann auch Microsofts Exchange-Plattform sowie IBMs Lotus Notes Domino Server. Letzterer werkelt übrigens auch bei Greenpeace Energy. Der dort beschäftigte Systemadministrator ist darüber hinaus mit Open-Source-Software bestens vertraut, sodass ihm die Testinstallation des Linux-basierten Netcleanse-Systems keine Mühe bereitet hat.

Bereits nach einer Woche Teststellung von Netcleanse war für Greenpeace Energy offensichtlich, dass die Menge der auf den 40 Clients ankommenden Spam-Mails signifikant abgenommen hatte. Da war die Unterzeichnung des Kaufvertrags nur noch eine Formsache. "Der Kunde hat den Benefit sofort gesehen", erinnert sich Torsten Oestmann.

Etwas komplexer gestaltete sich die Wahl der ebenfalls neu anzuschaffenden Hardware. Denn es war von Anfang an klar, dass der Netcleanse-Viren- und -Spam-Filter auf einem dedizierten Server sein Werk verrichten sollte. Hier entschied sich der Kunde für einen Intel-basierenden IBM-Rack-Server, Kostenpunkt etwa 1.000 Euro. Die Entscheidung für die Hardware von Big Blue fiel zum einen deshalb, weil bei Greenpeace Energy zwei derartige Server bereits im Einsatz waren, zum anderen erfüllten die Systeme von IBM die ökologischen Vorgaben des Stromlieferanten besser als Konkurrenzprodukte sowohl hinsichtlich der Wiederverwendbarkeit und der Recycling-Fähigkeit der einzelnen Komponenten als auch in Bezug auf den Energieverbrauch bei der Herstellung und im täglichen Betrieb.

Von da an ging es blitzschnell, die Software war nach einer halben Stunde installiert, deren restliche Konfiguration nahm etwa einen Arbeitstag in Anspruch. Ende September 2007 ging das System schließlich live. Nun arbeitet Netcleanse vor dem eigentlichen Mail-Server, auf den 40 Clients bei Greenpeace Energy ist zusätzlich die Antimalware von Trend Micro installiert, um die eventuell am Server nicht erfassten Schädlinge am Client kampfunfähig zu machen.

In der bestehenden Konfiguration pflegt der Systemadministrator die "Black List" der unerwünschten Absender. Die von Zeit zu Zeit auftretenden "False Positives" eigentlich erwünschte E-Mails, die versehentlich im Spam-Ordner abgelegt werden können von den Usern bei Greenpeace Energy einfach wiederhergestellt werden. Diese Absender in die "White List" einzupflegen, das besorgt ebenfalls der Systemadministrator.

Rund zehn Prozent des von Greenpeace Energy gelieferten Stroms wird durch Windkraft erzeugt. Auch bei der IT achtet die Genossenschaft auf grüne Technologien.
Rund zehn Prozent des von Greenpeace Energy gelieferten Stroms wird durch Windkraft erzeugt. Auch bei der IT achtet die Genossenschaft auf grüne Technologien.
Foto:
Solution Snapshot

Kunde

Greenpeace Energy eG; www.greenpeace-energy.de

Problemstellung

Ein zur Spam-Bekämpfung gekauftes Produkt für den Mailserver zeigte kaum Wirkung

Lösung

Netcleanse-Software; www.netcleanse.de IBM-Hardware: Intel-basierender Rack-Server (19 Zoll)

Dienstleister

Oestmann GmbH; www.oestmann.com

Technologie-Lieferant

Intradus GmbH; www.intradus.com

Kontaktaufnahme

Das Produkt Netcleanse wurde quasi nebenbei von Oestmann erwähnt und vorgestellt; der Geschäftskontakt besteht seit Langem

Testdauer

eine Woche

unerwartete Schwierigkeiten

Ab und zu werden korrekte Kunden-Mails als Spam, also als "False Positives" erkannt

Was hat länger in Anspruch genommen als vorgesehen

Als der Systemadministrator überzeugt war, fehlte nur noch die Unterschrift auf dem Vertrag

Implementierungsdauer

ein Tag, acht Arbeitsstunden

Projektaufteilung

40 Prozent für Softwarelizenzen; 40 Prozent für IBM-Hardware; 20 Prozent für Dienstleistung

Service- und Wartungsverträge

Der Lizenzcode muss nach einem Jahr erneuert werden

Benefit für Kunden

Der Kunde bekommt deutlich weniger Spam

Benefit für den Dienstleister

Kundenbindung gestärkt; Nachfolgeprojekte in Sicht; eigene Kompetenz im Bereich der Mail-Server deutlich erweitert

Die Lizenzlaufzeit der Netcleanse-Software beträgt ein Jahr und kann um die gleiche Dauer verlängert werden. Doch nicht nur aus dieser Richtung "drohen" Oestmann Nachfolgegeschäfte. Der Dienstleister könnte seinem Kunden noch zusätzliche IBM-Rack-Server verkaufen, um das ganze System redundant zu halten. Auf jeden Fall haben die Hamburger die Bindung an ihren Kunden deutlich gestärkt. Denn dessen Mitarbeiter können nun entspannter arbeiten, ohne dauernd von Spam belästigt zu werden.

Meinung des Redakteurs

Kein Spam-Filter arbeitet perfekt, doch wenn dessen Effizienz so in den Keller geht wie bei Greenpeace Energy, dann wird es Zeit, sich nach Alternativen umzusehen. Gut, wenn man dann einen so kompetenten Partner wie die Oestmann GmbH quasi vor der Tür hat.

Oestmann GmbH

Bereits seit 1975 ist die Oestmann GmbH im EDV-Service-Geschäft tätig. Angefangen haben die Hamburger mit Telex, Fax und E-Mail-Dienstleistungen. Im Laufe der Zeit verschob sich der Schwerpunkt in Richtung Softwarevertrieb und -installation. Seit zehn Jahren heißt die Kernkompetenz bei Oestmann "Unified Messaging". Der IT-Dienstleister ist zertifizierter Tobit-Solution-Partner, hat sich aber auch profundes Wissen auf dem Gebiet der IT-Sicherheit angeeignet. Hier arbeitet das Unternehmen mit Trend Micro, Netcleanse, Fortigate und Secure Point zusammen. Nach seinem vollendeten Informatikstudium 1995 übernahm der Sohn des Firmengründers die Geschäfte und führt sie bis heute fort. Die Oestmann GmbH beschäftigt sechs Mitarbeiter.

Intradus

Das Mutterunternehmen von Netcleanse, Gwava, ist bereits seit Längerem im Security-Markt unterwegs und bietet neben Anti-Spam- und Anti-Viren- auch Backup-Lösungen rund um die Collaboration-Suite Novell Groupwise. Von den Erfahrungen im Security-Markt profitiert auch die Netcleanse-Linie. In Europa ist Gwava durch die 2003 von Frank Beckert und Herbert Lefering gegründete Intradus GmbH in Ahaus vertreten. Die Netcleanse-Produkte vertreibt Intradus seit 2005.

Netcleanse

Netcleanse ist eine vollständig auf Linux basierende Anti-Spam- und Anti-Viren-Software. Die Fünf-User-Lizenz kostet rund 150 Euro pro Jahr. 50 E-Mail-Konten werden für 1.200 Euro pro Jahr geschützt. Vertrieben wird diese Software ausschließlich über Partner.

Greenpeace Energy eG

Greenpeace Energy bietet nur Strom an, der mit Wind-, Sonnen- oder Wasserkraft gewonnen wird. Außerdem empfiehlt die Genossenschaft Kraft-Wärme-Kopplung und die thermische Nutzung von Biomasse. Firmensitz ist Hamburg, dort sind 40 PC-Arbeitsplätze eingerichtet.