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18.09.2006

Kekse - ganz günstig!

In der heutigen Folge unserer Serie "Geschichten aus dem Channel" erzählt Herbert Lefering von einem außergewöhnlichen Erlebnis mit einem Kekslieferanten.

Als sich diese Geschichte zutrug, stand ich in Diensten der Tobit Software AG in Ahaus. Der Anfang der Geschichte spielte zum Zeitpunkt der Postleitzahlenumstellung. Gegen eine Nachnahmegebühr von 9,95 DM konnte jedermann bei Tobit ein schickes Tool kaufen, das alle neuen PLZ auf nur einer einzigen Diskette enthielt. Ein Wahnsinnserfolg: Abertausende Bestellungen gingen in wenigen Wochen ein.

Eines Tages hatte ich eine sehr nette Dame mit einem dringlichen Problem am Telefon: Die Privatsekretärin von Herrn Dr. Bahlsen vom gleichnamigen Hersteller sollte das Programm für ihren Chef besorgen, der in seinem Büro einen PC hatte, an den niemand herankommen durfte. Das Problem war die Nachnahmegebühr, auf die man bei Bahlsen nicht eingestellt war. Ich habe dann mit den besten Wünschen an Herrn Dr. Bahlsen eine Diskette an die nette Dame verschickt, kostenlos. Nur eine Woche später kam ein Riesenpaket mit allen möglichen Leckereien und einem sehr netten Dankesschreiben.

Monate später war die Marketingabteilung von Tobit in Vorbereitung auf die CeBIT. Es wurden die verschiedensten Lieferanten gesucht und gefunden, die gegen Darstellung des Logos auf der Messe selbst und in den vorherigen Marketingmaßnahmen die unterschiedlichsten Sachen sponsorten. Einzig im "Keksbereich" schien nichts zu machen zu sein. Überall nur Absagen für die angestrebte "Nullnummer", sprich der kostenlosen Lieferung der Kaffeebeilagen.

Dieses wurde in einem Abteilungsleiter-Meeting zur Vorbereitung auf die CeBIT vorgetragen. Auch von Bahlsen hatte man eine Absage bekommen, hier war man nicht einmal bis zum Marketingleiter vorgedrungen. Hier musste ich einfach "einhaken". Im Rahmen einer Wette (Einsatz wie immer: eine Kiste Bier) bot ich an, dass ich spätestens nach zwei Tagen einen Rückruf des Marketingleiters bei Bahlsen bekommen würde. Zudem garantierte ich, dass wir von Bahlsen zumindest teilweise gesponsort werden würden. Niemand erinnerte sich mehr an die nette "Vor-Anekdote", für mich war es meine Trumpfkarte.

Sofort rief ich die nette Privatsekretärin an und klagte mein Leid. Schon am darauf folgenden Tag rief sie nach einer Privataudienz bei Herrn Dr. Bahlsen zurück, dass der Anruf des obersten Marketingleiters von Bahlsen wohl nur noch eine Frage von Minuten sei. Nebenbei erwähnte sie dann noch, wie zufrieden ihr Chef immer noch mit diesem kostenlosen Programm sei und jetzt für sich die Chance sehe, sich richtig zu revanchieren und zu bedanken.

Schlussendlich kam besagter Anruf, bei dem letztendlich nur noch geklärt werden musste, wann Tobit welche Bahlsen-Produkte in welcher Menge kostenlos wohin geliefert bekommen sollte. Ganz interessiert fragte der Marketingleiter noch, wie ich an "den Weg" über seinen Chef gekommen sei. "Mit einer einzigen kleinen Diskette", lautete meine Antwort.

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