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31.03.2008

KfW dementiert Einstieg bei Airbus-Werken - HB

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die staatliche deutsche Förderbank KfW hat einen Medienbericht dementiert, wonach sie sich an den deutschen Werken des Flugzeugbauers Airbus beteiligen will. Das berichtet die Zeitung "Handelsblatt" (HB) in ihrer Internetausgabe am Sonntag. Die Pariser Zeitung "Le Journal du Dimanche" (JDD) hatte berichtet, dass der Airbus-Konzern EADS die staatliche KfW Bank und die Vereinigten Arabischen Emirate an deutschen Werken beteiligen will.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die staatliche deutsche Förderbank KfW hat einen Medienbericht dementiert, wonach sie sich an den deutschen Werken des Flugzeugbauers Airbus beteiligen will. Das berichtet die Zeitung "Handelsblatt" (HB) in ihrer Internetausgabe am Sonntag. Die Pariser Zeitung "Le Journal du Dimanche" (JDD) hatte berichtet, dass der Airbus-Konzern EADS die staatliche KfW Bank und die Vereinigten Arabischen Emirate an deutschen Werken beteiligen will.

EADS bekomme die für Airbus arbeitenden Werke in Varel, Nordenham und Augsburg mit rund 6.800 Beschäftigten nicht los. Jetzt wolle EADS die Werke in einer neuen Einheit bündeln und 40% der Anteile an die KfW und einen Fonds der Emirate abtreten. EADS behalte mit 60% die Mehrheit, schreibt das Sonntagsblatt. Das "JDD" gehört dem EADS-Großaktionär Arnaud Lagardère.

Die staatliche Förderbank KfW widersprach dem Bericht umgehend: "Das trifft nicht zu", sagte ein Sprecher dem Handelsblatt. Airbus wollte den Bericht nicht kommentieren. Ein Konzernsprecher nannte die Darstellung auf Anfrage "reine Spekulation".

Wenn die Werksverkäufe nicht zustande kommen sollten, wäre EADS bereit, dort selbst in die Kohlefasertechnik für den geplanten Langstreckenjet A350 zu investieren. Finanziell wäre das leicht zu schultern: EADS hatte zur Jahreswende 7 Mrd EUR in der Kasse. Allerdings sollen die Werksverkäufe den Konzern langfristig gegen Programm- und Währungsrisiken absichern und für eine gesunde Kostenstruktur in den kommenden Jahrzehnten sorgen. EADS erwartet, dass sich industrielle Interessenten finden, sobald die Finanzmarktkrise vorbei ist.

Das Scheitern des Werksverkaufs in Deutschland zwingt EADS dem "JDD" zufolge aber auch zur Änderung seiner Verkaufspläne für drei Werke in Frankreich und Großbritannien. Paris und London forderten, dass ihre Interessen genauso gut gewahrt blieben wie die deutschen. Der Konzern sei daher gezwungen, die Kontrollmehrheit über alle Werke zu behalten. Ein Sonderfall sei Laupheim. Hier laufen die Verhandlungen mit Diehl weiter.

Der französische Flugtechnikanbieter Latécoère wird dem Blatt zufolge nur mit 40% statt 60% in die Airbus-Werke Méaulte und Saint-Nazaire Ville einsteigen. Latécoère habe bereits Maschinen gekauft und Airbus-Ingenieure eingestellt. Der Konzern habe aber Probleme mit der nötigen Kapitalerhöhung um 300 Mill EUR, die den Anteil der Belegschaft von 15,9% verwässern und ausländischen Investoren die Tür öffnen würde. Das britische Werk Filton soll an die britische GKN gehen.

Webseite: http://www.handelsblatt.de DJG/kla/cbr

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