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10.09.2007

KKR macht bei First-Data-Finanzierung Konzessionen - WSJ

NEW YORK (Dow Jones)--In der Hängepartie um die Finanzierung der Übernahme des Kreditkartenabwicklungsspezialisten First Data zeichnet sich nach Informationen des "Wall Street Journal" (WSJ) eine Lösung ab. Der Käufer, die Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR), habe in den Verhandlungen mit den Kredit gebenden Banken Zugeständnisse gemacht, so dass die Finanzierung jetzt bis zur Wochenmitte stehen könnte, sagten mit der Situation vertraute Personen der Zeitung (Montagausgabe).

NEW YORK (Dow Jones)--In der Hängepartie um die Finanzierung der Übernahme des Kreditkartenabwicklungsspezialisten First Data zeichnet sich nach Informationen des "Wall Street Journal" (WSJ) eine Lösung ab. Der Käufer, die Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR), habe in den Verhandlungen mit den Kredit gebenden Banken Zugeständnisse gemacht, so dass die Finanzierung jetzt bis zur Wochenmitte stehen könnte, sagten mit der Situation vertraute Personen der Zeitung (Montagausgabe).

Die Finanzierung im Volumen von 24 Mrd USD gilt Beobachtern angesichts der weltweiten Kreditklemme als Stimmungstest. In der vergangenen Nacht sei KKR nun bereit gewesen, eine Kreditklausel zu tragen, die bei First Data die Einhaltung eines bestimmten Verhältnisses von EBITDA zu Verschuldung vorschreibt. Bislang hatte sich KKR immer dagegen gewehrt, Konzessionen einzugehen, die ihren Spielraum bei der Führung von First Data beeinträchtigen würden.

Die Banken hatten laut Bericht jedoch argumentiert, ohne eine Änderung der Kreditbedingungen gingen sie das Risiko ein, mit der Transaktion einen Verlust von 1,5 Mrd USD einzufahren. Auch mit der sich abzeichnenden Sondervereinbarung dürfte der im April bereits angekündigte Deal für die Banken nicht profitabel sein. Gegenwärtig sei es quasi unmöglich, die Kredite am Markt zum Nominalwert weiterzureichen, sagten Banker.

Laut den Informationen der Zeitung werden die Kredite für KRR zum Teil für 0,95 oder 0,96 USD je Dollar an Investoren weiterverkauft. Einen Teil nähmen die Investmentbanken aber auch in ihre Bücher. Hochverzinsliche spekulative Anleihen, die ebenfalls Teil der Vereinbarung sein sollen, würden erst zu einem späteren Zeitpunkt veräußert.

Die Frage, wie sich die Kredite verkaufen lassen, hänge nun davon ab, inwiefern sich die Käufer selbst mit Liquidität versorgen könnten. Hedgefonds, die derartige Kreditportfolien gerne übernehmen finanzieren ihre Deals üblicherweise mit einer anteiligen Verteilung von 1 USD Eigen- und 3 USD Fremdmitteln. Doch nach Angaben von Bankern gibt es solche, noch vor kurzer Zeit üblichen Finanzierungsformen nicht mehr.

Deshalb beobachteten Manager anderer Beteiligungsunternehmen den Fall KRR/First Data auch sehr genau. Einige befürchteten, dass mit der Transaktion die verbliebene Nachfrage nach Kreditverbriefungen im Markt komplett aufgesogen wird.

Anfang April hatte KRR die Übernahme für 34 USD je Anteilsschein angekündigt. First Data wurde 1992 von American Express abgespalten und an die Börse gebracht. Im vergangenen Jahr setzte der Abwickler von Kreditkartentransaktionen 7,1 Mrd USD um und verdiente netto 1,5 Mrd USD. Bei einem Transaktionswert von 29 Mrd USD handelt sich um die zweitgrößte Übernahme, die eine Private-Equity-Gesellschaft bisher gestemmt hat.

Webseite: http://wsj.com/

DJG/DJN/rio/cbr

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