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10.08.2006

Mehr Pixel für Amateure

Mit der "D80" stellt Nikon den Nachfolger der erfolgreichen D70s vor. Die Kamera punktet unter anderem mit einem Zehn-Megapixel-Chip, schnellem Autofokus und einer cleveren Auto-ISO-Funktion.

Von Dr. Thomas Hafen

Die digitale Spiegelreflexkamera "D80" von Nikon kommt für unter 1.000 Euro auf den Markt und soll die sehr erfolgreiche D70/D70s ablösen. Das Modell ist mit einem Zehn-Megapixel-CCD-Chip ausgestattet, der eine Auflösung von 3.872 x 2.592 Pixeln liefert. Die Größe des Sensors von 23,6 x 15,8 Millimetern führt gegenüber dem Kleinbild zu einer 1,5fachen Brennweitenverlängerung. Der Chip stammt von Sony; Funktionen wie Staubschutz oder Sensor-Bildstabilisation, wie sie Sony beispielsweise in der "A100" verbaut, sucht man dennoch vergeblich.

Schneller und sparsamer

Dafür hat die neue Nikon einiges zu bieten, was Autofokus, Energieeffizienz und Komfort angehen. Das Autofokussystem "Multi-CAM1000" ähnelt dem der semiprofessionellen "D200". Es bietet dem Fotografen 11 AF-Messfelder, die er automatisch anwählen lassen oder manuell ansteuern kann. Anders als in der D200 lässt sich bei manueller Steuerung aber immer nur ein Messfeld auswählen.

Schneller soll zudem die Bildverarbeitung geworden sein. Der Signalprozessor ähnelt dem der Highend-Kameras D2X/D200. Er nutzt allerdings nur zwei Kanäle zum Auslesen der CCD, bei den Spitzenmodellen sind es vier.

CCD und Signalverarbeitung sollen deutlich weniger Strom verbrauchen als in der Vorgängerin. So sind laut Hersteller mit dem aus der D200 bekannten Akkutypen EN-EL3e bis zu 2.500 Aufnahmen pro Ladung möglich. Dank integrierter Akku-Elektronik erhält der Anwender präzise Auskunft darüber, wie viel Power noch zur Verfügung steht, wie viele Aufnahmen seit dem letzten Lade- vorgang schon gemacht wurden und wie lange die Gesamtlebensdauer des Akkus voraussichtlich sein wird.

Optional steht ein Batteriegriff zur Verfügung, der sich nicht nur mit zwei der teuren Spezialakkus, sondern auch mit sechs handelsüblichen Mignon-Batterien beziehungsweise -Akkus befüllen lässt.

Feintuning bei der Rauschunterdrückung

Wie im Mittelfeld üblich, hat Nikon bei der Ausstattung der Kamera den Komfort nicht vergessen. So findet sich neben den üblichen Motivprogrammen eine äußerst clevere "Auto-ISO"-Funktion. Sie erlaubt es dem Fotografen unter anderem, eine minimale Verschlusszeit zu definieren. Die Kamera erhöht dann automatisch die Empfindlichkeit, damit diese Verschlusszeit nicht unterschritten wird. Feintuning gibt es bei der Rauschunterdrückung, die bei hohen ISO-Werten die Bildqualität verbessern soll. Sie lässt sich nun in vier Stufen regeln.

Neben den für die Mittelklasse typischen Motivprogrammen bietet die D80 einige Retuschemöglichkeiten. So lassen sich bereits in der D80 rote Augen korrigieren, Tiefen und Lichter anpassen oder Bildmontagen durchführen.

Mehr Komfort gibt es auch bei der Bildbetrachtung. Der LCD-Monitor misst nun 2,5 statt 2 Zoll. Mit 230.000 Pixeln hat sich die Auflösung des Displays gegenüber der D70s (130.000 Pixel) fast verdoppelt. Ebenfalls verbessert hat Nikon den Sucher. Er bietet eine Vergrößerung von 0,94x (D70s: 0,72x) und soll deutlich heller sein.

Nicht alles ist besser geworden

Doch nicht alles ist größer, schneller und besser geworden. So ist die D80 etwas kleiner und um wenige Gramm leichter als der Vorgänger - für Fotografen sicher eher ein Vorteil, vorausgesetzt, das Handling leidet nicht unter dem Schrumpfungsprozess. Dem kleineren Formfaktor ist wohl auch der Systemwechsel bei den Speicherkarten zu verdanken. Statt CF-, kommen nun SD-Karten zum Einsatz. SDHC-Karten lassen sich ebenfalls verwenden. Sie bieten derzeit mit 4 GB die höchste Kapazität im SD-Speicherformat.

Die schnellste Verschlusszeit sank von 1/8.000s auf 1/4.000s, was in der Praxis allerdings kaum eine Rolle spielen dürfte. Rein elektronische Verschlusszeiten, die über die CCD gesteuert werden, sucht man bei der D80 vergeblich. Sie erlaubten bei der D70s eine Blitzsynchronisation bis zu 1/500s. Der maximale Wert bei der D80 beträgt nun 1/200s. Dafür ist die D80 wie die D200 in der Lage, systemkompatible Blitze drahtlos zu steuern.

Die Nikon D80 soll zur Photo- kina im September auf den Markt kommen und 969 Euro kosten. Im Kit mit dem Objektiv AF-S DX 18-135mm ist sie für 1.299 Euro zu haben.