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02.05.2007

Microsoft-Chef Steve Ballmer: Das Apple-iPhone wird ein Flop

Aus Sicht von Microsoft-CEO Ballmer wird das iPhone kaum nennenswerte Marktanteile erzielen.

Er sehe keine Chance dafür, dass das iPhone einen signifikanten Marktanteil erreichen werde, erklärte Ballmer in einem Interview mit der US-Tageszeitung "USA Today". Das Gerät für die breite Masse schlichtweg zu teuer, so der Microsoft-Chef. Er verwies darauf, dass das iPhone, obwohl es vom Carrier AT&T beim Abschluss eines Mobilfunkvertrags subventioniert werde, immer noch 500 Dollar kosten soll. Damit könne Apple vielleicht viel Geld verdienen, räumte Ballmer ein, verschenke jedoch – wie im Bereich Computer - viel Marktpotenzial: "Angesichts der 1,3 Milliarden verkauften Mobiltelefone ziehe ich es jedoch vor, wenn auf 60, 70 oder 80 Prozent davon unsere Software installiert ist, anstatt möglicherweise zwei bis drei Prozent Marktanteil zu erreichen wie Apple." Es sei eine lustige Frage, fügte der Microsoft-CEO hinzu: "Verzichte ich wegen vier Prozent auf die restlichen 96 Prozent des Marktes? Ich will Produkte, die alle ansprechen."

Ballmer vermied es indes geschickt, Microsofts bisherige "Erfolge" im Mobilfunkmarkt zu erwähnen: Laut Gartner wurden 2006 insgesamt rund eine Milliarde Handys verkauft. Generell für Windows Mobile geeignet waren davon allerdings nur etwa 81 Millionen Geräte, die sogenannten Smartphones. In dieser Zielgruppe erzielte Microsoft einen Marktanteil von 5,6 Prozent, also deutlich weniger als Marktführer Symbian mit rund 72,8 Prozent. Selbst Linux weist mit 16,7 Prozent einen höheren Marktanteil in dem Segment auf.

Lob für den iPod


Was das Musikgeschäft anbelangt, sprach Ballmer Apple ein großes Lob aus. In Sachen Musik habe Apple früh reagiert, erklärte er. "Sie erkannten als erste, dass man Abspielgeräte und Titel nicht unabhängig behandeln kann. Bravo an Steve Jobs und Apple. Sie haben einen guten Job gemacht." Was die Art und Weise betreffe, wie Menschen Musik hören oder Filme ansehen, sei man damit jedoch nicht am Ende der Innovationen angelangt, ergänzte Ballmer. "Microsofts Beiträge dazu werden jedoch vermutlich nicht so ausgefallen sein. Aber mein 85 Jahre alter Onkel wird wahrscheinlich nie einen iPod besitzen und ich hoffe, ich bringe ihn dazu, einen Zune zu kaufen."

Ein Zune-Phone will die Gates-Company entgegen landläufigen Gerüchten nicht entwerfen: Das sei kein Konzept, das man jemals von Microsoft vorgestellt bekomme, erklärte Ballmer: "Wir sind im Windows-Mobile-Geschäft. Wir würden unsere Handy-Erfahrung niemals ausschließlich über Musik definieren. Ein Handy ist ein Multifunktionsgerät, das wir klar und benutzerfreundlich halten müssen." (mb)

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