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04.01.2007

Mobile Datenspeicher für jeden Bedarf

Externe Festplatten erfreuen sich größter Beliebtheit. Nie war es so einfach, die Speicher- kapazität des heimischen Rechners zu erweitern. Welche Unterschiede es bei externen Festplatten gibt, und worauf Sie Ihre Kunden unbedingt hinweisen sollten, lesen Sie hier.

Von Hans-Jürgen Humbert

Digitalkameras für den Hausgebrauch liefern heute Bilder mit bis zu zehn Megapixeln. Aufnahmen, die früher in Fotoalben verstaubten, belegen heute Platz auf der Festplatte im Rechner. Da der Mensch immer noch als Jäger und Sammler auftritt, werden auch digitale Fotos nicht mehr gelöscht. Das eben Gesagte gilt auch für MP3-Files. Nach dem Digitalisieren sämtlicher CDs werden die Files auf der heimischen Festplatte abgelegt. Selbst wenn diese mehrere Gigabyte Kapazität besitzt, ist ihr Volumen irgendwann erschöpft. Wohin mit den Daten?

Die Lösung: Eine externe Speichermöglichkeit muss her. Auch die Hersteller haben das erkannt und überschwemmen den Markt regelrecht mit externen Festplatten. Ohne den Rechner aufschrauben zu müssen, können die großen Speicherweiterungen einfach installiert und benutzt werden. Außerdem lassen sich diese Festplatten auch sehr gut zum Transportieren von Daten verwenden.

Externe Festplatten werden in zwei Varianten gefertigt: Einmal sind es mobile Geräte ohne externe Stromversorgung und quasi-mobile Platten, die neben dem Computer auf dem Schreibtisch aufgestellt werden. Während in den erstgenannten Festplattenspeichern 2,5-Zoll-Harddisks aus der Notebook-Fertigung oder noch kleinere Platten werkeln, sind in den halbstationären Geräten normale 3,5-Zoll-Disks verbaut. Deshalb bieten die Letztgenannten auch oft den besseren Preis pro Gigabyte.

Dass man die Festplatten während eines Speicher- oder Lesevorgangs nicht vom Rechner trennen darf, dürfte selbstverständlich sein. Datenverlust ist die unmittelbare Folge. Aber auch wenn kein Schreib- oder Lesevorgang läuft, darf die Verbindung nicht einfach getrennt werden. Obwohl es sich um externe Speichermedien handelt, werden sie vom Betriebssystem doch immer als Laufwerke angesehen und auch so behandelt und in die Software eingebunden. Deshalb müssen diese Laufwerke, wie USB-Sticks, grundsätzlich vor dem Ausstecken beim Betriebssystem abgemeldet werden. Windows vergibt nämlich den einzelnen Laufwerken eine Buchstabenkennung. Wird das Laufwerk einfach so entfernt, kann das Betriebssystem durcheinandergeraten und die Laufwerksbuchstaben vertauschen.

Kleine Kapazitäten

Mobile Festplatten ohne externe Stromversorgung gibt es mit Kapazitäten von 4 bis zu 160 GB. Diese Geräte wurden in erster Linie für den Transport von Daten entwickelt. Kleine Kapazitäten sind im Verhältnis Preis pro GB recht teuer. Außerdem müssen sie sich gegen die zunehmende Flash-Konkurrenz behaupten. Bei Kapazitäten bis 4 GB sind sie schon fast hoffnungslos unterlegen. Da Flashspeicher ohne bewegliche Teile auskommen, sind diese rein elektronischen Speichermodule auch um einiges robuster.

Mobile Festplatten sind allerdings nicht so empfindlich, dass sie wie rohe Eier behandelt werden müssen. Integrierte Sensoren erkennen beispielsweise, wenn eine Festplatte runterfällt. In diesem Augenblick wird sie kurzzeitig schwerelos, der Sensor reagiert sofort und zieht die empfindlichen Schreibleseköpfe in die Parkposition. Mit diesem Verfahren sollen mobile Festplatten Stöße von bis zu 300 G unbeschadet wegstecken können.

Werden Kapazitäten von mehr als 10 GB benötigt, haben Festplatten-basierte Geräte zurzeit die Nase vorn. Bei den ständig fallenden Preisen ist es allerdings nur eine Frage von Monaten, bis auch in diesem Segment Flashspeicher aufholen.

Größere Kapazitäten von 80, 120 oder 160 GB dienen hauptsächlich als Backup-Medien. Sie werden in der Regel nur kurzzeitig mit dem Rechner verbunden und lagern dann im Schrank. Aufgrund der begrenzten Nutzungsdauer ist die Lebensdauer der integrierten Festplatte recht hoch und kann keinesfalls mit der im Rechner eingebauten und ständig benutzten Platte verglichen werden.

Der Anschluss dieser Speichermedien erfolgt in der Regel über einen freien USB-2.0-Anschluss, denn nur dieser Port kann die Festplatte auch mit Strom versorgen. Die Spezifikationen für den USB-Anschluss erlauben einen maximalen Strom von 500 Milliampere bei einer Spannung von fünf Volt. Bei manchen Notebooks werden diese Werte aber nicht immer erreicht. Einige Geräte liefern beispielsweise nur 4,8 Volt, was für manche mobile Festplatten nicht ausreicht. Diese laufen dann gar nicht erst an, und die Festplatte wird dementsprechend vom Betriebssystem nicht erkannt. Wenn zusätzlich zur mobilen Festplatte auch ein kleines Netzteil mitgeliefert wird, hat man Glück, sonst lässt sich diese Festplatte eben nicht an diesem Notebook verwenden.

Mit Vorsicht zu genießen sind auch die sogenannten USB-Hubs. Denn diese sind ja nur an einem einzigen USB-Port am Rechner angeschlossen und müssen deshalb den Strom auf mehrere USB-Endgeräte verteilen. Deshalb sollten die mobilen Festplatten immer nur allein an einem Port betrieben werden. Ein zwischengeschalteter Hub stört nicht, wenn nur ein einziges Gerät daranhängt.

Es gibt aber auch USB-Hubs mit eigenem externen Netzteil. Diese können größere Ströme liefern, da sie nicht auf die Leistung des Ports im Rechner angewiesen sind.

Halbstationäre Festplatten

Reicht die Kapazität der internen Festplatte im PC oder Notebook nicht mehr aus, so lässt sich diese durch Anschluss einer externen Harddisk schnell und unkompliziert erweitern. Dazu sind keinerlei PC-Kenntnisse notwendig. Anstöpseln und einschalten reicht - der Rechner erkennt automatisch das neue Speichermedium. Ohne Treiber oder sonstige Software installieren zu müssen, kann der Anwender sofort damit arbeiten.

Diese Festplatten gibt es in den verschiedensten Ausführungen und mit Kapazitäten von bis zu einem Terabyte; dann sind allerdings zwei Festplatten integriert. Das Netzteil ist nur in den wenigsten Fällen in dem Gehäuse selbst eingebaut, meist liegt ein externes Steckernetzteil bei. Da in den externen Gehäusen normale Desktop-Festplatten arbeiten, ist deren Leistungsaufnahme nicht gerade gering. Rund 30 Watt nimmt eine Festplatte zu sich. Und diese 30 Watt werden auch als Wärme wieder abgegeben. Wird eine solche Festplatte nicht nur als Backup-Medium benutzt, sondern muss ständig laufen, sollte man auf ausreichende Kühlung achten. Grundsätzlich sind hier Metallgehäuse besser, da sie die Wärme großflächig abstrahlen können. Auch dürfen die Lüftungsschlitze des Gehäuses nicht abgedeckt werden, sonst kommt es zum Hitzestau, und der Festplatte ist kein langes Leben beschieden.

Eine Frage der Anschlüsse

Stationäre Festplatten werden mit unterschiedlichen Anschlüssen ausgeliefert. Die gebräuchlichsten sind USB 2.0 und Firewire (IEEE 1394). Viele Rechner besitzen ebenfalls einen Firewire-Port. Falls dem so ist, sollte man diesen auch nutzen, denn so braucht man einen wertvollen USB-Port nicht belegen.

Zum reinen Speichern von Daten reicht die Übertragungsgeschwindigkeit beider Schnittstellenvarianten vollständig aus. Einzig darauf zu achten ist, dass bei der Anbindung via USB auch der Rechner die schnelle Variante USB 2.0 unterstützt. USB 2.0 ist zwar rückwärtskompatibel, das heißt USB-2.0-Geräte können auch am Vorgänger USB 1.1 betrieben werden. Der interne Controller schaltet dann aber auf die langsamere Gangart zurück, und eine Datenübertragung dauert ewig.

Soll die externe Festplatte aber ständig am Rechner genutzt werden, zum Beispiel als Speicher für Programme, ist eine schnellere Anbindung an den PC als USB oder Firewire sinnvoll. Seit Kurzem gibt es externe Festplatten mit e-S-ATA-Schnittstelle. Der e-S-ATA-Port erlaubt Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 150 MB pro Sekunde. Damit ist er von der Geschwindigkeit her der internen Anbindung von Festplatten ebenbürtig. Allerdings sind e-S-ATA-Schnittstellen bislang nur bei Rechnern der neuesten Generation zu finden.