Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

21.10.2014 - 

Netztest

Mobiles Internet oft langsamer als vom Anbieter versprochen

Das mobile Internet in Deutschland ist in vielen Fällen deutlich langsamer als vom Anbieter versprochen. Das hat nun ein Test der Süddeutschen Zeitung zusammen mit Zafaco ergeben. Außerdem gibt es Nachholbedarf bei der LTE-Netzabdeckung.
Verdacht bestätigt: Die meisten Mobilfunknutzer surfen erheblich langsamer als vom Anbieter versprochen.
Verdacht bestätigt: Die meisten Mobilfunknutzer surfen erheblich langsamer als vom Anbieter versprochen.
Foto: Vodafone

Die Süddeutsche Zeitung hat sich für eine Studie mit dem auf Netztests spezialisierten Unternehmen Zafaco zusammen getan und über mehrere Monate die Übertragungsgeschwindigkeiten im deutschen Mobilfunkinternet gemessen. Dazu wurden insgesamt 65.413 Werte aus Zafacos für Android und iOS erhältlicher Anwendung für die Geschwindigkeitsmessung, Kyago, erhoben. Das Ergebnis dieser Messung fällt ziemlich ernüchternd aus: Jeder zweite Kunde erreicht nur 38 Prozent der vermarkteten Geschwindigkeit. Die schnellste Verbindung stellt die Telekom - dort surft die Hälfte der Kunden mit 7,79 Mbit/s, bei der Telekom-Tochter Congstar werden immerhin 6,87 Mbit/s erreicht. Jeder zweite Vodafone-Kunde erreicht 5,05 Mbit/s, Nutzer des E-Plus-Netz nur 3,99 Mbit/s und des O2-Netz sogar nur 3,21 Mbit/s.

Außerdem wurde beim Test herausgefunden, dass die Netzabdeckung in Deutschland schlechter ist, als es auch die Europäische Kommission in Statistiken behauptet. Dort wird angegeben, dass der schnelle LTE-Funk mit theoretisch bis zu 150 Mbit/s 81 Prozent der Deutschen zur Verfügung stehen würde - in der Praxis erreichten allerdings nur 21 Prozent der Smartphones und Tablets LTE-Geschwindigkeiten ab 50 Mbit/s. Kunden, die in ländlichen Regionen leben sollen zudem in 30 Prozent der Fälle noch nicht einmal Zugang ins 3G-Netz haben und nur mit Edge-Geschwindigkeit surfen können - das sind 0,2 Mbit/s und weniger. In Großstädten traf dies auf jeden zwölften zu.

Auch wurde eine Abweichung zwischen Besitzern eines Apple- und eines Android-Smartphones festgestellt. Demnach surften iPhone-Nutzer im Schnitt mit 6,3 Mbit/s, während Besitzer eines Android-Smartphones mit 3,9 Mbit/s im mobilen Internet unterwegs waren. Daraus wird geschlossen, dass sich Käufer eines Apple-Smartphones teurere Verträge mit schnellerer Internetverbindung leisten. Sowohl die Telekom als auch Vodafone haben vor kurzem Investitionen in den Ausbau der Netzinfrastruktur angekündigt.

powered by AreaMobile

Newsletter 'Produkte & Technologien' bestellen!