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07.03.2010

Morgan Stanley sieht bei KDG jährliches Umsatzwachstum von 7,1%

Von Archibald Preuschat und Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

Von Archibald Preuschat und Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die US-Bank Morgan Stanley rechnet bei Kabel Deutschland (KDG) in den kommenden drei Jahren mit einem jährlichem Umsatzwachstum von 7,1%. Dies geht aus einer Analyse von Morgan Stanley hervor, in die Dow Jones Newswires am Sonntag Einsicht hatte. Kabel Deutschland mit Sitz in Unterföhring bei München hatte vor einigen Tagen seine Pläne für einen Börsengang publik gemacht. Die Eigentümer haben sich demnach für einen Börsengang mit Listing in Frankfurt entschieden. Unklar sind nach wie vor Zeitpunkt und genaues Volumen des Börsengangs.

Kabel Deutschland hatte lediglich erklärt, dass nur Aktien aus dem Eigentum des bestehenden Gesellschafters verkauft werden sollen. Größter Eigentümer ist mit 88% der Finanzinvestor Providence Equity Partners. An die Börse gebracht werden soll die noch in eine Aktiengesellschaft umzuwandelnde Kabel Deutschland Holding GmbH, die Muttergesellschaft der Kabel Deutschland GmbH.

Für den Börsengang sind Morgan Stanley, die Deutsche Bank, UBS, und JP Morgan als Berater engagiert, hatten mehrere mit der Transaktion vertraute Personen gesagt. In ihrer IPO-Studie sieht Morgan Stanley nun etwas geringere Wachstumsraten als die Deutsche Bank. Morgan Stanley rechnet bei Kabel Deutschland mit einem bereinigten EBITDA-Wachstum von jährlich 10,4%. Der nach eigenen Angaben größte Kabelnetzbetreiber Deutschlands wies im Geschäftsjahr 2009 ein bereinigtes EBITDA von 571 Mio EUR und einen Umsatz von 1,37 Mrd EUR aus.

Morgan Stanley geht davon aus, dass Kabel Deutschland den Umsatz von 1,5 Mrd EUR im Geschäftsjahr 2010 auf 1,84 Mrd EUR in 2013 wird erhöhen können. Das bereinigte EBITDA dürfte dann von 653 Mio EUR in 2010 auf 878 Mio EUR in 2013 klettern.

Kabel Deutschland habe derzeit einen Unternehmenswert von 5,7 Mrd bis 6,6 Mrd EUR, schreiben die Analysten der Deutschen Bank in einer Untersuchung im Vorlauf des angekündigten Börsengangs in die Dow Jones Newswires vor einigen Tagen Einblick hatte. Der Eigenkapitalwert als Teil des Unternehmenswerts beträgt dabei nach Einschätzung der Deutschen Bank 3,1 Mrd bis 4,0 Mrd EUR.

Wenn das Unternehmen seine Mittelfristziele erreiche und den Umsatz je Kunde innerhalb der kommenden fünf Jahre auf monatlich 20 EUR von zuletzt 12,30 EUR Ende 2009 steigern könne, dann sei in dieser Zeit beim Umsatz eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 9% möglich. Das EBITDA könne jährlich um 13% zulegen, beim operativen freien Cashflow seien 21% Zuwachs möglich, hieß es in der Studie der Deutschen Bank weiter, die bei Kabel Deutschland die kommenden 5 Geschäftsjahre betrachtet.

Kabel Deutschland wies im Februar für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2009/10 einen Nettogewinn von 23,1 Mio EUR aus. Im Vorjahreszeitraum berichtete der Konzern noch einen Nettoverlust von 48,6 Mio EUR. Der Umsatz stieg um 9,3% auf 1,11 Mrd EUR. Nach Einschätzung von Morgan Stanley hinkt Deutschland den anderen Ländern im Bereich Breitband-Durchdringung und digitales Fernsehen hinterher, so dass hier ein schnelles Wachstum erwartet wird. Als ein Risiko für Kabel Deutschland sehen die Analysten von Morgan Stanley den steigenden Wettbewerb durch die Deutsche Telekom mit ihrem IPTV-Angebot.

Kabel Deutschland zählt 8,9 Millionen Kunden und ist in 13 der 16 deutschen Bundesländer vertreten. Kabel Deutschland bietet Fernseh-Anschlüsse (PAL, DVB-C), Internet-Anschlüsse und analoge Telefon-Anschlüsse über Breitbandkabel an und muss sich unter anderem dem Wettbewerb mit der Deutschen Telekom und Vodafone stellen. Im November hatte die Liberty Global Inc den zweitgrößten deutschen Kabelnetzbetreiber, die Unitymedia GmbH, von den Beteiligungsgesellschaften BC Partners und Apollo Management erworben. Liberty Global hatte Unitymedia zum Preis von rund 2 Mrd EUR und zusätzlich rund 1,5 Mrd EUR Nettoschulden des Kölner Konzerns übernommen.

Webseite: www.kabeldeutschland.com -Von Archibald Preuschat und Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 102, unternehmen.de@dowjones.com (Matthias Karpstein hat zu dem Artikel beigetragen) DJG/DJN/cbr Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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