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05.06.2015 - 

Zunächst bei BMW

Neuer Dienst soll bei Parkplatzsuche helfen

Die Suche nach einem Parkplatz in der Innenstadt ist oft stressig. Ein Spezialist für Verkehrsinformationen versucht, das mit Datenauswertung zu ändern.

Ein neuer Online-Dienst soll die Suche nach Parkplätzen in Innenstädten erleichtern. Der Verkehrsdaten-Spezialist Inrix orientiert sich dafür unter anderem an historischen Daten von Parkplatz-Anbietern zusammen mit der aktuellen Auslastung der Straßen. Zugleich würden aber auch mit Hilfe einiger Partner-Apps anonymisiert Informationen von Bewegungssensoren in einigen Smartphones ausgewertet, erläuterte Inrix-Manager Andreas Hecht. Daten zu freien Stellplätzen in Parkhäusern hatte Inrix bereits seit einiger Zeit integriert.

So könnten die Inrix-Daten demnächst im BMW-Cockpit einfließen.
So könnten die Inrix-Daten demnächst im BMW-Cockpit einfließen.
Foto: Inrix

Die Daten der Betreiber von Parkschein-Automaten oder dazugehöriger Apps erlaubten zunächst einmal eine grobe Einschätzung der Parksituation in einzelnen Bereichen, sagte Hecht. "Sie wissen, dass in einer bestimmten Straße zum Beispiel zwischen 7:15 und 7:45 Uhr vielleicht fünf von 15 Parkplätzen üblicherweise frei sind", erklärte Hecht. Der Markt für solche Informationen sei extrem fragmentiert, weil ihn sich sehr viele Anbieter in verschiedenen Städten teilten. Zudem gebe es bei diesen Daten eine Lücke am Abend und in der Nacht, weil die Bezahlparkplätze da kostenlos seien.

Deshalb habe sich Inrix auch mit mehreren App-Anbietern zusammengetan, die auf Daten der Bewegungssensoren von Smartphones zugriffen. "Die erkennen dann etwa, wenn man anhält und rückwärts in eine Parklücke fährt." Welche Apps genau es sind, gibt Inrix nicht bekannt. Hinzu kommen die Daten aus der Autos der Hersteller, die mit Inrix bei ihren Navigations-Anwendungen zusammenarbeiten. Dadurch kann man die historischen Daten um die aktuelle Verkehrssituation korrigieren.

Der neue Service soll zunächst in sechs Städten verfügbar sein. In Deutschland gehört Köln dazu, ansonsten sind es Amsterdam, Kopenhagen, Vancouver, Seattle und San Francisco. Bis Jahresende sollen 23 weitere Städte hinzukommen, darunter Berlin, Stuttgart, München, Düsseldorf, Hannover, London, Paris, Brüssel und Wien. BMW wird der erste Autobauer sein, der den Dienst im Cockpit integriert, spätestens im Herbst solle er auch über die Inrix-App auf dem Smartphone verfügbar sein. Die Idee ist, die Autofahrer dorthin zu leiten, wo sie in nähe ihres Ziels am wahrscheinlichsten einen Parkplatz bekommen.

Bisher geben Apps meistens einen Überblick über die Belegung von Parkhäusern, weil diese Daten oft öffentlich verfügbar sind. Es gebe zwar auch Städte, in denen viele Parkplätze auf der Straße bereits mit Sensoren ausgerüstet seien, sagte Hecht. Doch der Aufbau einer solchen Infrastruktur sei ein teures Unterfangen - und die Daten oft von begrenztem Wert für die Navigation. "Dass ein Parkplatz jetzt gerade frei ist, heißt noch nicht, dass er es in zehn Minuten auch noch sein wird." Eine Vision für die Zukunft ist es, auch das Reservieren freier Parkplätze zu ermöglichen. (dpa/tc)

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