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28.03.2014 - 

Business-Dresscode

Neulich in ... Turnschuhen beim Vorstand

Die Themen Kleidung und Etikette werden auf unserer Homepage gut angenommen und von vielen Lesern kommentiert. Diesmal ärgert sich (ein jüngerer?) IT-Manager über seine krawattentragenden Kollegen. Seiner Meinung nach sollten solche äußerlichen Aspekte keine Rolle spielen:

"Das überflüssige Anzugdiktat für Manager ist mit dem Aussterben der steifen Altherrenriegen zu Recht auf dem Rückzug. Und selbst im Bewerbungsgespräch kann je nach Branche für eine Position im mittleren bis gehobenen Management auch eine saubere Jeans mit Polohemd, Sakko und Lederschuhen ein angemessenes Outfit sein. Ok, nicht gerade bei den steifen Bankern oder Beratern.

Die meisten Firmen suchen doch kompetente und sozialverträgliche Mitarbeiter, keine Dressmen! Geschäfte werden von Menschen gemacht, nicht von Anzügen oder Krawatten. Und es ist nicht einzusehen, dass Männer an heißen Tagen keine kurzen Hosen oder Poloshirts tragen dürfen. Ich bin selbst als Manager oft bei Kunden im lässig gepflegten Outfit unterwegs - besonders in der klassischen deutschen Fertigungsindustrie.

Gerade im beruflichen Umfeld ist die Wahl der Schuhe keine reine Privatangelegenheit, sondern auch gleich ein Statement gegenüber Kollegen und Kunden.
Gerade im beruflichen Umfeld ist die Wahl der Schuhe keine reine Privatangelegenheit, sondern auch gleich ein Statement gegenüber Kollegen und Kunden.
Foto: Taffi - Fotolia.com

Und ich spüre förmlich die Gesprächsbereitschaft und Offenheit bei meinen Erstbesuchen. Ich habe nichts gegen Anzüge und Krawatten, aber alles zu seiner Zeit. Ich habe zwei von diesen geschniegelten Chefs entlassen, die immer aussahen wie aus dem elitären Modemagazin gefallen - weil sie nicht kompetent waren. Man sollte niemals seine Gesprächspartner nach der Kleidung beurteilen.

Die letzten beiden Vorstände (über 50 Jahre), die ich als Neukunden gewinnen konnte, liefen in Jeans, Turnschuhen und Karohemd wie die meisten Mitarbeiter in den Werkshallen und Büros herum. Und das war keine Ausnahme und auch nicht in der Baubranche, sondern bei einem international renommierten Automobilzulieferer.

Fazit: Locker bleiben und auf gut sitzende und saubere Kleidung und Schuhe achten. Dann sind T-Shirts und coole Jeans in Ordnung. Sogar unsere Vorstände und Aufsichtsräte tragen im Sommer Bermudas und T-Shirts!"

Was meinen Sie dazu? Schreiben Sie am besten gleich, die Diskussion geht weiter.(hk)

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