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10.04.2007

Noch mal Medion: Statt Aldi nun "all die" IT-Händler

Chefredaktion Tel.: 089 36086-388 Fax: 089 36086-389 E-Mail: dsicking@channelpartner.de

Hergt Computer Service Germany Geschäftsführung Herrn Hermann Hergt Sulzbergerstraße 4 83043 Bad Aibling

München, 10.04.2007

Noch mal Medion: Statt Aldi nun "all die" IT-Händler

Sehr geehrter Herr Hergt,

in den vergangenen ChannelPartner-Ausgaben haben wir ausführlich über die neue Liebe der Medion AG zum ITK-Fachhandel berichtet. Nachdem es für Medion bei Aldi nicht mehr so gut läuft, sollen es nun "all die" Händler bringen, denen man in der Vergangenheit mit aggressiven - und aus Verbrauchersicht attraktiven - Angeboten das Leben schwer gemacht hat. Die ersten Reaktionen der Händler auf die ausgestreckte Hand aus Essen sind recht eindeutig: "Medion, nein danke!" Auch Sie, sehr geehrter Herr Hergt, haben sich dazu in unserem Forum auf channelpartner.de (www.channelpartner.de/forum) geäußert. Sie schreiben unter anderem:

"Soso, nun hat Medion also den Fachhandel entdeckt, nachdem er ihn nachhaltig mit Preisdumping zerstört hat. Wir werden keine Medion-Produkte in unser Sortiment aufnehmen. Und, liebe Medion, lasst uns in Ruhe."

Die Ablehnung und Abneigung des Fachhandels gegenüber Medion ist verständlich. Aber ist sie auch klug? Ich denke nicht. Denn möglicherweise verbaut man sich so eine Chance auf künftiges gutes Geschäft. Wenn ich Sie wäre, würde ich meine Tür nicht von vornherein zusperren. Denn das eine ist die Vergangenheit, das andere die Zukunft. Und als Geschäftsmann wissen Sie: Auf die Vergangenheit haben wir keinen Einfluss mehr, auf die Zukunft aber schon.

Medion befindet sich in einem harten Wandlungsprozess. Wenn das Unternehmen überleben will, muss es grundlegend etwas anders machen als bisher (ich habe darüber in der letzten Ausgabe geschrieben). Die Firma Medion von morgen wird mit der Firma Medion von gestern nicht mehr viel gemeinsam haben können. Unternehmenschef Gerd Brachmann scheint das erkannt zu haben. Er fordert nun von seinen Leuten, dass sie frühzeitig Trends erkennen und diese in verkaufbare Produkte umsetzen. Wenn nun diese Produkte den Nerv der Zeit treffen und gut sind, würden Sie dann nicht gerne an diesem Business partizipieren?

Mal Hand aufs Herz, sehr geehrter Herr Hergt: Wenn Medion die Produkte damals nicht Aldi, sondern Ihnen ange- boten hätte, wären Sie dann nicht sofort dabei gewesen? Es ist nun einmal so: Die Produkte sind das Wichtigste. Interessant in diesem Zusammenhang ist der Eintrag unseres Forumsmitglieds "Heini" auf channelpartner.de. Heini schreibt:

"Als Fachhändler hat man doch eh fast nur die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub. Entweder ich arbeite mit Unternehmen, die angeblich zum Fachhandel stehen und dann trotzdem in Sonderaktionen Paletten schieben, oder mit einem Anbieter, der das Discountsortiment bereits hinter sich hat. Wenn die Produkte gut sind, dann werde ich sie auch verkaufen."

Natürlich hat Medion noch jede Menge Hausaufgaben zu erledigen und muss erst noch beweisen, dass das Unternehmen überhaupt in der Lage ist, mit dem ITK-Fachhandel zusammenzuarbeiten. Aber diese Chance würde ich den Essenern geben. Vergangenheit hin oder her.

Mit freundlichen Grüßen

Damian Sicking