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29.04.2015 - 

CEO Mark Hurd

Oracle will praktisch alle Produkte in die Cloud hieven

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Oracle will bis zum Herbst praktisch alle seine Lösungen über das Internet verfügbar machen.

Das kündigte Co-CEO Mark Hurd im Interview mit dem Finanzdienst Bloomberg an. "Wir investieren weiterhin jede Menge in unsere traditionellen Produkte", erklärte Hurd. "Aber wir arbeiten auch mit Höchsgeschwindigkeit daran, diese Produkte über die Cloud bereitzustellen. Und da nehmen wir nichts aus." Zum jetzigen Zeitpunkt seien 65 Prozent der Oracle-Lösungen über die Cloud verfügbar, erklärte Hurd in dem am Dienstag vergangener Woche in New geführten Gespräch. Zur Hausmesse OpenWorld im kommenden Oktober soll der Cloud-Anteil bereits 95 Prozent betragen.

Oracle-Co-Chef Mark Hurd (hier auf der Hausmesse OpenWorld 2014)
Oracle-Co-Chef Mark Hurd (hier auf der Hausmesse OpenWorld 2014)
Foto: Harald Weiss

Ähnlich wie der europäische Erzrivale SAP versucht Oracle, immer mehr Kunden von traditionellen Lizenzen und Wartungsverträgen auf Software-Abonnements mit berechenbareren kontiniuerlichen Umsatzströmen umzustellen. Im zuletzt abgeschlossenen Quartal hatte der Konzern aus Redwood City mit Cloud-Software sowie Infrastructure- (IaaS) und Platform-as-a-Service (PaaS) 527 Millionen Dollar erlöst, 29 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zum Vergleich: Amazon Web Services (AWS) erzielte zuletzt Einnahmen von 1,57 Milliarden Dollar, wie die Konzernmutter Amazon.com erstmals getrennt auswies.

"Unser Cloud-Geschäft wächst viel schneller als ich gedacht hätte", hatte Oracle-Gründer und -Chairman Larry Ellison vor rund einem Monat in der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen gesagt. Und das ist noch nicht alles: "Für jede Million Dollar PaaS, die wir verkaufen, erwarten wir zusätzliche Einnahmen von 5 Millionen Dollar in den fünf Jahren danach", so die Co-CEO und frühere Oracle-Finanzchefin Safra Catz in dem Call. Früher sei auf jeden Dollar Lizenzerlös in den folgenden fünf Jahren nur ein weiterer Dollar Wartungsumsatz gekommen.

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