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19.08.2010

Pfleiderer bleibt im 2. Quartal in Verlustzone

NEUMARKT (Dow Jones)--Der Holzverarbeitungskonzern Pfleiderer hat seinen Umsatz im zweiten Quartal zwar verbessert, ist aber tiefer in die Verlustzone gerutscht. Volumenzuwächse, Preissteigerungen und Wechselkurseffekte hätten den Umsatz um 7,3% auf 381 Mio EUR steigen lassen, teilte das im SDAX gelistete Unternehmen am Donnerstag mit. Höhere Materialkosten ließen die Bruttomarge dennoch auf 21,9% (23,7%) fallen. Im Vergleich zu der ebenfalls schwachen Entwicklung im ersten Quartal erholte sich die Marge allerdings wieder um einen Prozentpunkt

NEUMARKT (Dow Jones)--Der Holzverarbeitungskonzern Pfleiderer hat seinen Umsatz im zweiten Quartal zwar verbessert, ist aber tiefer in die Verlustzone gerutscht. Volumenzuwächse, Preissteigerungen und Wechselkurseffekte hätten den Umsatz um 7,3% auf 381 Mio EUR steigen lassen, teilte das im SDAX gelistete Unternehmen am Donnerstag mit. Höhere Materialkosten ließen die Bruttomarge dennoch auf 21,9% (23,7%) fallen. Im Vergleich zu der ebenfalls schwachen Entwicklung im ersten Quartal erholte sich die Marge allerdings wieder um einen Prozentpunkt

Vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbuchte der in Neumarkt ansässige Konzern wie im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 0,4 Mio EUR. Die Ansprüche der Kapitalgeber einer 2007 begebenen Hybridanleihe ließen das Nettoergebnis der Pfleiderer-Aktionäre jedoch auf minus 7,2 (minus 2,9) Mio EUR einbrechen. Ausgezahlt werden die Ansprüche aus der Hybridanleihe weiterhin nicht. Pfleiderer bucht diese als Verbindlichkeiten in der Bilanz, um die Liquidität zu schonen.

Eine nachhaltige Verbesserung der Ergebnissituation erwartet Pfleiderer erst 2011. Im Juli und August verlaufe das Geschäft saisonal bedingt noch etwas schwächer, im September soll aber die typische Herbstbelebung wieder einsetzen. Das Unternehmen geht davon aus, dass das zweite Halbjahr insgesamt stärker als das erste sein wird. Für das Gesamtjahr bleibt Pfleiderer bei der Einschätzung, dass 2010 mit einem Umsatz knapp unterhalb von 1,5 (Vj: 1,4) Mrd EUR abgeschlossen werden kann. Unter dem Strich sieht Pfleiderer jedoch weiterhin einen Verlust.

"Wir sehen in allen unseren Märkten Erholungstendenzen, lediglich das nordamerikanische Laminatgeschäft entzieht sich diesem Trend. Mit der Verstetigung der positiven Entwicklung sollte die Talsohle durchschritten sein", sagte Vorstandsvorsitzender Hans H. Overdiek. Vorrangiges Ziel sei nun, die Bruttomarge zu verbessern und die Schulden wie angekündigt deutlich um 350 Mio EUR in den nächsten Jahren zu reduzieren. Zur Kompensation der hohen Rohstoffkosten müssten die Kostenstrukturen verbessert und die Produktionseffizienz erhöht werden. "Hier liegen noch ein paar Baustellen vor uns", sagte der CEO.

Im ersten Halbjahr 2010 hatte Pfleiderer die Nettoverschuldung im Vergleich zum Jahreswechsel noch um 109,2 Mio auf 963,4 Mio EUR erhöht. Pfleiderer begründete dies mit Währungseffekten und Investitionen, nannte gleichzeitig allerdings einen Rückgang der Sachinvestitionen um 26% auf 45,7 Mio EUR. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Eigenkapital stieg im Halbjahr von 135,2% auf 140,2%.

Webseite: www.pfleiderer.com DJG/jhe/kla

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