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13.11.2008

Premiere will Verhandlungen mit Banken noch 2008 abschließen

Von Archibald Preuschat DOW JONES NEWSWIRES

Von Archibald Preuschat DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Abonnement-Fernsehsender Premiere AG will die Gespräche mit den Banken über die Restrukturierung von Kreditvereinbarungen bis zum Jahresende abschließen. Die Verhandlungen machten gute Fortschritte, sagte der Vorstandsvorsitzende des in Unterföhring bei München ansässigen Medienkonzerns, Mark Williams, am Dienstagabend in einem Gespräch mit Journalisten. Seine Aussagen durften erst am Donnerstag veröffentlicht werden.

Namen der in die Gespräche involvierten Banken nannte Williams nicht.

Anfang Oktober hatte das im MDAX notierte Unternehmen mitgeteilt, man rechne für 2008 mit einem operativen Verlust (EBITDA) zwischen 40 Mio und 70 Mio EUR und man habe Verhandlungen mit Banken über eine Restrukturierung von Kreditvereinbarungen aufgenommen.

Vor dem Hintergrund der angespannten Liquiditätssituation und mit Blick auf die fortschreitenden Verhandlungen mit den Banken sprach Williams nun vom "Licht am Ende des Tunnels". In den vergangenen Quartalen hatte Premiere zur Finanzierung des laufenden Geschäfts Barmittel aufgezehrt.

Williams hatte ebenfalls im Oktober eine strategische Überprüfung des Unternehmens angekündigt. Auch diese soll nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Premiere werde sich künftig auf die Steigerung der Abonnementzahlen fokussieren. Eine Steigerung der Pay-TV-Penetration auf das Niveau anderer europäischer Länder hält der Vorstandsvorsitzende dabei durchaus für möglich.

Der Verlust der Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga im Jahr 2005 für die Saison 2006/07 ist nach Aussage von Williams das größte Problem für das Premiere-Geschäftsmodell gewesen. Mit Blick auf die Ende Oktober gestartete Ausschreibung der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Rechte an der Spielzeit 2009/10 sagte Williams, Premiere sei der beste Partner für die DFL. Trotz dieses Optimismus sagte der Manager, die anderen potenziellen Bieter dürften nicht unterschätzt werden.

Nach Informationen von Dow Jones Newswires soll der US-Medienkonzern Walt Disney Co über seinen Sportsender ESPN ebenfalls an einem Gebot interessiert sein. Bindende Angebote für die Übertragungsrechte an der Bundesliga-Spielzeit 2009/10 müssen bis zum 21. November abgegeben werden.

Unter der Finanzkrise sowie dem damit einhergehenden konjunkturellen Abschwung leidet der Bezahlfernsehsender nach Einschätzung von CEO Williams weniger stark als auf Werbeeinnahmen angewiesene Free-TV-Sender. Internationale Medienkonzerne wie News Corp und die Bertelsmann AG mussten vor dem Hintergrund der aktuell schwierigen Wirtschaftslage zuletzt ihre Jahresprognosen teilweise deutlich nach unten korrigieren.

Entlassungen plant Premiere nach Aussage von Williams aktuell nicht, ein Einstellungsstopp sei aber verhängt.

News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist derzeit mit 25,01% an Premiere beteiligt.

Webseite: http://www.info.premiere.de -Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 - (0)69 297 25 111, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/ncs/roa

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